Klinik für Innere Medizin

(Schwerpunkte Kardiologie/Intensivmedizin, Hypertoniezentrum und Diabetologie)

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das Team der Klinik für Innere Medizin Nördlingen begrüßt Sie sehr herzlich auf diesen Internetseiten, mit denen wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen möchten.

Die Innere Abteilung des Stiftungskrankenhauses Nördlingen wurde Ende 2015 aus den zwei bis dahin separaten Abteilungen für Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin zu einer großen Inneren Abteilung mit den Schwerpunkten Kardiologie, Intensivmedizin, Diabetologie und Hypertoniezentrum zusammengefasst.

Wir gewährleisten die wohnortnahe Versorgung von Herz- und Kreislauferkrankungen und bieten ein breites Behandlungsspektrum internistischer Erkrankungen auf höchstem Niveau. Wir legen viel Wert auf eine interdisziplinäre Kooperation mit den anderen Fachdisziplinen im Haus und arbeiten vertrauensvoll mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sowie den Rettungsdiensten zusammen. Auf diese Weise können wir unseren Patienten die bestmögliche Behandlung anbieten.

Der kardiologische Schwerpunkt unserer Abteilung ist spezialisiert auf die Behandlung von akuten und chronischen Herzkranzgefäßerkrankungen, allen akuten und chronischen Formen der Herzschwäche, von Herzklappenerkrankungen sowie akuten und chronischen Formen von Herzrhythmusstörungen.

Seit 2013 sind wir auch ein von der Deutschen Hochdruckliga zertifiziertes Hypertonie-Zentrum (zuletzt rezertifiziert 2019) und als dieses auf die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck spezialisiert.

Das weitere internistische Spektrum umfasst alle endoskopischen und sonographischen Untersuchungen mit Ausnahme der ERCP und Endosonographie. Diese wird in Kooperation mit unserem Partner der Gastroenterologie der Donau-Ries Klinik Donauwörth, Chefarzt Dr. Eberl, durchgeführt.

Der seit Jahren etablierte diabetologische Schwerpunkt vervollständigt unser Leistungsspektrum. Seit August dieses Jahres besteht auch über die KV Bayerns eine Ermächtigung für Oberarzt Sebastian Erning für eine ambulante diabetologische Sprechstunde sowohl für Kassenpatienten als auch für Privatpatienten. Telefonische Anmeldung unter der Nummer: 09081 299-20201.

Unser Wunsch ist es, unseren Patienten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Daher legen wir größten Wert auf einen respekt- und vertrauensvollen Umgang im Team und mit Ihnen.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung. Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Ihr
Prof. Dr. Bernhard Kuch
Direktor der Klinik für Innere Medizin

Ihre Ärzte

Direktor der Klinik für Innere Medizin
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie internistische Intensivmedizin, interventioneller Kardiologe, Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz
Leitender Oberarzt Kardiologie
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Hypertensiologe (DHL), Internistische Intensivmedizin, Kardiale Kernspintomographie, interventioneller Kardiologe
Leitender Oberarzt Innere Medizin, Gastroenterologe
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologe
Leitender Oberarzt Intensivstation
Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Internistische Intensivmedizin, interventioneller Kardiologe
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe nach DDG, Ernährungsmediziner und Gastroenterologe, Notfallmedizin
Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin, Internist, Kardiologe, Facharzt für Kardiologie
Oberarzt
Internist, Facharzt für Innere Medizin, Leiter Stroke Unit
Funktionsoberarzt
Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin
Funktionsoberärztin Kardiologie, Internistin
Fachärztin für Innere Medizin

Kontakt und Sprechzeiten

Sekretariat Klinik für Innere Medizin Nördlingen
AnsprechpartnerDorothe Ketzer, Nadine Tirrmann, Anja Schmid, Daniela Mayer, Stefanie Schneider
Telefon09081 299-20201
Telefax09081 299-20209
E-Mailinnere-noe@donkliniken.de
sekretariat.kardio@donkliniken.de
Sprechzeiten
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 17.00 Uhr

Kontakt bei dringlichen Einweisungen außerhalb der Regeldienstarbeitszeiten über Diensttelefon diensthabender Arzt: 09081 299-27002

Das Sekretariat der Klinik für Innere Medizin (von links): Stefanie Schneider, Nadine Tirrmann, Dorothe Ketzer, Anja Schmid und Daniela Mayer.

Station 2 A
Stationsleitung: Lucia Stoller
Stellvertretung: Nina Höck
Telefon09081 299-22200
Herzkatheterlabor
Pflegerische Leitung: Tina Häfele
Telefon09081 299-23402
Station 1 A
Stationsleitung: Inez Schneider
Stellvertretung: Andrea Koch
Ansprechpartnerin Kinderzimmer: Silke Wiedemann
Telefon09081 299-22100
Intensivstation
Leitung: Seitz Lisa
Stellvertretung: Petra Müller
Telefon09081 299-23601
Station 2 B
Stationsleitung: N.N.
Stellvertretung: Maria Mückstein
Telefon09081 299-22250
Röntgenabteilung
Leitende MTRA: Manuela Drzycimski
Telefon09081 299-23100
Sprechzeiten24 Stunden geöffnet

Hypertoniezentrum

Die kardiologische Abteilung des Stiftungskrankenhauses Nördlingen ist seit 2013 ein von der Deutschen Hochdruckliga zertifiziertes und zuletzt 2019 rezertifiziertes Hypertonie-ZentrumDHL®. Wir erfüllen damit nachweislich hohe medizinische Qualitätsstandards in der Behandlung von Bluthochdruck-Patienten.

Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats war ein mehrwöchiges Zertifizierungsverfahren innerhalb dessen die Abteilung Innere Medizin / Kardiologie die erforderlichen Nachweise für die hohe Qualität ihrer Behandlung von Bluthochdruckpatienten erbringen musste. Diese erstrecken sich auf folgende Bereiche:

    • Enge Kooperation mit dem KfH Nierenzentrum Nördlingen (Hr. Markus Spangenberg, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie)
    • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unserer diabetologischen Abteilung (Oberarzt Sebastian Erning, Diabetologe (DDG))
    • Fachübergreifende Zusammenarbeit mit der Endokrinologie (PD Dr. Thomas Pusl) und Kinderkardiologie des Uni-Klinikums Augsburg (Dr. Desirée Dunstheimer) sowie der Neurologie des Krankenhauses Günzburg (Prof. Dr. Hamann)

Leistungsspektrum

  • Medikamentöse Therapie von schwer einstellbaren Blutdruck-Patienten
  • Abklärung sekundärer arterieller Hypertonieformen
  • CT-Angio-Abdomen zum Ausschluss von Nierenarterienstenosen und Nebennierentumoren
    • Laborchemische Analysen (Hormondiagnostik: Katecholamine, Renin-/Aldosteron-Quotient, Cortisol-Tagesprofil)
  • Schlafapnoe-Screening als sekundäre Hypertonieursache
  • Hypertonieschulungen durch
    • Hypertensiologen und
    • Hypertonieassistenten
Zum Hypertoniezentrum

Angebote der Kardiologie

Die Kardiologie der Klinik für Innere Medizin Nördlingen befindet sich in einem im Jahr 2011 eigens für sie erstellten Neubau.

Mit der Kardiologie hält das Stiftungskrankenhaus Nördlingen einen hochmodernen Linksherzkathetermessplatz vor. Weiterhin besteht eine 24-Stunden-Notfallherzkatheter-Bereitschaft. Wir versorgen damit den gesamten Landkreis Donau-Ries und die angrenzenden Nachbarlandkreise hinsichtlich akut auftretender Herzinfarkte und sind damit nach dem Universitätsklinikum Augsburg einer der größten Akutversorger des Regierungsbezirkes Schwabens.

Spezialisiert ist die Abteilung auf die Behandlung von akuten und chronischen Herzkranzgefäßerkrankungen, allen akuten und chronischen Formen der Herzschwäche (Herzinsuffizienz), von Herzklappenerkrankungen sowie akuten und chronischen Formen von Herzrhythmusstörungen.

Es besteht eine Privatsprechstunde von Herrn Chefarzt Professor Dr. Kuch bezüglich aller, insbesondere kardiologischen, aber auch internistischen Fragestellungen.

Wir arbeiten auf kardiologisch / herzchirurgischem Gebiet eng mit der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Universitätsklinikums Augsburg (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Dr. h.c. M. Beyer sowie Prof. Dr. med. Evaldas Girdauskas) zusammen. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Kardiologischen Klinik des Universitätsklinikums Augsburg unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. W. von Scheidt.

Zudem besteht eine Kooperation mit der Herzchirurgie des Uniklinikums Ulm (Prof. Dr. Liebold).

Zur allgemeinen Fallzahlentwicklung und Behandlungsschwerpunkten:
Ausgehend von ca. 3000 stationären Fällen pro Jahr 2010 wurden diese nach Etablierung des kardiologischen und intensivmedizinischen Schwerpunktes auf zuletzt knapp 6000 stationäre Patienten pro Jahr erhöht.
Bedingt durch die Versorgung des gesamten Landkreises Donau-Ries mit ca. 140.000 Einwohnern und der Nachbarlandkreise Ostalbkreis, Landkreis Dillingen / Wertingen und Teilen Mittelfrankens ist ein großes Einzugsgebiet entstanden, sodass wir insgesamt knapp 1800 Herzkatheter-Untersuchungen im Jahr 2019 durchführten mit einem Interventionsanteil von ca. 700. Hierbei ist ein Großteil auf akute Koronarsyndrome zurückzuführen.
Durch dieses überregionale Angebot (neben dem Universitätsklinikum Augsburg, Memmingen, Immenstadt / Kempten und teilweise Günzburg) sind wir eines der wenigen Krankenhäuser im gesamten Regierungsbezirk Schwaben, die eine vollumfängliche 24-h-Herzkatheterbereitschaft / 365 Tage für Herzinfarktpatienten anbieten können.

Zudem werden in unserem Herzkatheterlabor alle modernen notwendigen Techniken der interventionellen Therapie und Diagnostik durchgeführt, inklusive IVUS (intravaskulärer Ultraschall), FFR-Messung (Fraktionelle Flussreserve, gibt Auskunft über die sog. hämodynamische Relevanz von Stenosen, sodass nur Engstellen mit Stents versorgt werden, von der das Herz auch durch die Durchblutungsverbesserung profitiert), PFO, ASD-Verschlüsse und Valvuloplastie der Aortenklappe.

Im Herzkatheter-Labor werden auch sogenannte passagere Herzschrittmacher (im Notfall) gelegt. Es erfolgen die Einbringung von dauerhaft liegenden Pleura- und/oder Aszites-Kathetern (zur dauerhaften Ableitung bei chronischen Ergüssen im Lungen-/Rippenfellzwischenspalt bzw. Bauchraum). Implantation sog. CRT-D-Systeme (biventrikuläre Schrittmacher, bzw. Defibrillatoren) bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und sog. Linksschenkelblock.

Im interventionellen Koronarbereich werden auch CTOs (Wiedereröffnung chronischer Verschlüsse von Herzgefäßen) und auch zunehmend sogenannte Hauptstamminterventionen (Behandlung des linken Herzkranzgefäßes an seinem Ursprungsort mit Abgang mehrerer Gefäße, die früher nur mittels Bypass-Operation behandelt werden konnten, wenn anatomisch geeignet und ein zu erwartendes Ergebnis mindestens genauso gut wie eine Bypass-Operation (nach empfohlenen internationalen Leitlinien) durchgeführt.

Anfragen, Anregungen, Wünsche und Kritik nehmen wir gerne entgegen unter sekretariat.kardio@donkliniken.de

Patientenzimmer in der Frauenklinik DonauwörthPatientenzimmer in der Frauenklinik DonauwörthPatientenzimmer in der Frauenklinik DonauwörthPatientenzimmer in der Frauenklinik Donauwörth

Leistungen

Elektrokardiographie (EKG) / nicht-invasive Funktionsdiagnostik

  • Diagnostik mit dem Herz-MRT (Medien-Bericht)
  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG
  • Lungenfunktion
  • Ultraschall
  • Transthorakale Farbdoppler-Echokardiographie (d.h. „von außen“) Transösophageale Farbdoppler-Echokardiographie (Schluckecho, d.h. „von innen“ über eine in der Speiseröhre befindliche Sonde; damit werden einige Strukturen des Herzens besser gesehen)
  • Stress-Echokardiographie (Belastungs-EKG unter Ultraschallkontrolle des Herzens)
  • Arterielle und venöse Doppler-/ Duplex-Sonographie
  • Carotis-Doppler- / Duplex-Sonographie

Invasive Diagnostik und Therapie

  • Abfrage aller gängigen Schrittmacher-, ICD- und CRT-Systeme
  • Herzkatheter
  • Intravaskulärer Ultraschall (IVUS)
  • Druckdraht-Untersuchung (Pressure Wire, FFR-Methode)
  • Implantation von Aortenklappenprothesen über die Leiste (in Kooperation mit dem Herzzentrum Augsburg)

Seit August des Jahres 2012 wird zur Behandung der medikamentös therapierefraktären arteriellen Hypertonie ein Katheter gestützte Sympathikus-Ablation der Nierenartherien (Renale Denervation) angeboten. (Zur Zeit ausgesetzt bis neue wissenschaftliche Daten vorliegen)

Hypertoniezentrum Nördlingen
Bei geeigneten Patienten mit Herzvorhofflimmern wird zum Wiedererreichen des normalen (Sinus)-Rhythmus z.B. eine Elektroschockbehandlung unter Kurznarkose durchgeführt. Diese Untersuchung erfolgt zur besseren Überwachung / Kontrolle auf der Intensivstation.

Implantation erfolgt in Zusammenarbeit mit der Chirurgie. Implantationen von sogenannten CRT-Systemen (sogenannter 3-Kammer-Herzschrittmacher) bei speziellen Patienten mit schwerer Herzschwäche.

Sollten Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzarterien festgestellt werden, so können diese mittels eines Ballonkatheters wieder aufgedehnt werden (Ballonangioplastie, PTCA). Meist wird im selben Arbeitsgang auch eine kleine Metallgefäßstütze (Stent) implantiert.
Damit es zu keinem Verschluss des Stents kommt, müssen Patienten im Anschluss für einige Wochen oder Monate Aspirin und Clopidogrel (oder andere sogenannte Thrombozytenfunktionshemmer wie Prasugrel oder Ticagrelor) einnehmen, welche das Blut „verdünnen“ in dem sie insbesondere in die erste Kaskade, nämlich dem ‚Zusammenkleben’ der Blutplättchen’ eingreifen.
Im Bereich des Stents kann es bei manchen Patienten über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu einem übermäßigen Zellwachstum durch die ‚Stentmaschen’ hindurch kommen, der zu Wiederverengungen führen kann (Restenose). Um diesen Wiederverengungen vorzubeugen, sind moderne Stents mit bestimmten Medikamenten beschichtet, die diesen Heilungsvorgang etwas verlangsamen. Allerdings müssen Patienten mit solchen Stents länger Aspirin und Clopidogrel einnehmen und es gibt Hinweise für eine erhöhte Stentthromboserate (akuter Verschluss) nach Absetzten, weshalb das Für und Wider eines beschichteten versus eines unbeschichteten Stents für den jeweiligen Patienten individuell sorgfältig abgewogen werden muss.
Mit neuesten Materialien ist es heute möglich, auch chronische Verschlüsse im Bereich der Herzkranzarterien wieder zu eröffnen. Hierzu werden spezielle Mikrokatheter in den Verschluss eingebracht. Anschließend werden über diesen Katheter spezielle, besonders stabile Drähte durch den Verschluss durchgeführt. Hierüber können anschließend besonders feine Ballons zur Aufdehnung des Verschlusses an die benötigte Stelle gebracht werden, zum Abschluss wird nahezu immer ein Stent gesetzt.
Z.B. bei Patienten nach Schlaganfall, für die es keine andere erklärende Ursache für den Schlaganfall gab, die aber ein noch verbliebenes kleines ‚Loch’ zwischen linkem und rechtem Vorhof haben, über die das ursächliche Gerinnsel in den Gehirnkreislauf gekommen sein könnte.
Bei hochgradigen Engstellen der Aortenklappe kann diese als überbrückende Maßnahme z.B., wenn sonst keine Operation bei anderen Erkrankungen möglich wäre, behandelt werden.
Mittels eines diagnostische Herzkatheters, der über die A. femoralis (Beinarterie) oder die A. radialis (Handgelenksarterie) eingeführt wird, kann Röntgenkontrastmittel in die rechte und linke Herzkranzarterie eingespritzt werden. Hierdurch lassen sich Verengungen oder Verschlüsse leicht erkennen. Zur besseren Einschätzung, falls eine Engstelle nicht eindeutig hämodynamisch relevant wirkt (ein Maß für die Beeinträchtigung einer Engstelle auf den Blutfluss), können zusätzliche diagnostische Hilfsmittel eingesetzt werden, um die Notwendigkeit z.B. einer Stentimplantation zu überprüfen. So besteht z.B. die Möglichkeit mittels eines sog. Druckdrahtsystems (FFR-System) den Blutdruck in der Herzkranzarterie direkt zu messen. Zusätzlich kann mittels intravaskulären Ultraschalls (sog. IVUS) die Beschaffenheit einer Engstelle vor und gegebenenfalls nach einem Stenteinbau genauer beurteilt werden. Beide Systeme sind in unserer hochmodernen Herzkatheteranlage integriert.
Mittels eines diagnostische Herzkatheters, der über die A. femoralis (Beinarterie) oder die A. radialis (Handgelenksarterie) eingeführt wird, kann Röntgenkontrastmittel in die rechte und linke Herzkranzarterie eingespritzt werden. Hierdurch lassen sich Verengungen oder Verschlüsse leicht erkennen. Zur besseren Einschätzung, falls eine Engstelle nicht eindeutig hämodynamisch relevant wirkt (ein Maß für die Beeinträchtigung einer Engstelle auf den Blutfluss), können zusätzliche diagnostische Hilfsmittel eingesetzt werden, um die Notwendigkeit z.B. einer Stentimplantation zu überprüfen. So besteht z.B. die Möglichkeit mittels eines sog. Druckdrahtsystems (FFR-System) den Blutdruck in der Herzkranzarterie direkt zu messen. Zusätzlich kann mittels intravaskulären Ultraschalls (sog. IVUS) die Beschaffenheit einer Engstelle vor und gegebenenfalls nach einem Stenteinbau genauer beurteilt werden. Beide Systeme sind in unserer hochmodernen Herzkatheteranlage integriert.
Mit der Kontrastmittelgabe direkt in die linke Herzkammer lässt sich die Pumpleistung des Herzens direkt messen. Hierbei wird die sogenannte Ejektionsfraktion ermittelt, die im Normalfall zwischen 55 und 65% liegen sollte. Ist die Ejektionsfraktion erniedrigt, spricht man häufig von einer „Herzinsuffizienz“, einer Herzmuskelschwäche. Mit der Lävokardiographie lassen sich auch Funktionsstörungen der Mitralklappe untersuchen (vor allem Undichtigkeiten). Ähnlich erlaubt auch die Kontrastmitteldarstellung der Aorta (Hauptschlagader) Undichtigkeiten der Aortenklappe zu erfassen.
Aufdehnung (PTCA) verengter Herzkranzgefäße inkl. Stent-Implantation bzw. Wiedereröffnung verschlossener Herzkranzgefäße, insbesondere bei akutem Herzinfarkt. Zudem steht das Verfahren der Rotablation zur Behandlung stark verkalkter Verengungen zur Verfügung. Damit es zu keinem Verschluss des Stents kommt, müssen Patienten im Anschluss für einige Wochen oder Monate Aspirin und Clopidogrel (oder andere sogenannte Thrombozytenfunktionshemmer wie Prasugrel oder Ticagrelor) einnehmen, welche das „Zusammenkleben“ der Blutplättchen verhindern (Blut „verdünnen“ in dem sie insbesondere in die erste Kaskade, nämlich dem ‚Zusammenkleben’ der Blutplättchen’ eingreifen). Im Bereich des Stents kann es bei manchen Patienten über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu einem übermäßigen Zellwachstum durch die ‚Stentmaschen’ hindurch kommen, der zu Wiederverengungen führen kann (Restenose). Um diesen Wiederverengungen vorzubeugen, sind moderne Stents mit bestimmten Medikamenten beschichtet, die diesen Heilungsvorgang etwas verlangsamen. Allerdings müssen Patienten mit solchen Stents länger Aspirin und Plättchenhemmer (Clopidogrel) einnehmen und es gibt Hinweise für eine erhöhte Stentthromboserate (akuter Verschluss) nach Absetzten, weshalb das Für und Wider eines beschichteten versus eines unbeschichteten Stents für den jeweiligen Patienten individuell sorgfältig abgewogen werden muss. Mit neuesten Materialien ist es heute möglich, auch chronische Verschlüsse im Bereich der Herzkranzarterien wieder zu öffnen. Hierzu werden spezielle Mikrokatheter in den Verschluss eingebracht. Anschließend werden über diesen Katheter spezielle, besonders stabile Drähte durch den Verschluss durchgeführt. Hierüber können anschließend besonders feine Ballons zur Aufdehnung des Verschlusses an die benötigte Stelle gebracht werden, zum Abschluss wird nahezu immer ein Stent gesetzt.
Ähnlich wie in der Linksherzkatheteruntersuchung wird ein dünner Kunststoffkatheter von der Leiste vorgeschoben. Nun allerdings nicht über die Arterien, sondern über die Venen. Auf diese Weise können die Höhlen des rechten Herzens bequem sondiert und untersucht werden. Unter anderem wird der Blutdruck in der rechten Herzkammer, rechtem Vorhof, Lungenschlagader und oberer und unterer Hohlvene gemessen. Außerdem kann über die Bestimmung des Blutsauerstoffs in den diversen Herzhöhlen eine Abschätzung der Pumpleistung des Herzens gemacht werden. Auch seltenere Herzerkrankungen (z.B. Fehlanlagen der Herzscheidewand) können auf diese Weise diagnostiziert werden. Manchmal ist die Rechtsherzkatheteruntersuchung auch vor operativen Eingriffen an den Herzklappen erforderlich, z.B. bei Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) oder Undichtigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz).
Aufdehnung der Herzkranzgefäße mit / ohne sog. Drug-Eluting Stents (Medikamenten beschichtete Stents)
Zur Behandlung von langsamen Herzrhythmusstörungen werden sämtliche modernen transvenösen Herzschrittmachersysteme angeboten. Die Implantation erfolgt in Zusammenarbeit mit der Chirurgie. Auch die Implantation von ICD-Systemen, sog. „internen Defibrillatoren“ zur Behandlung schneller Herzrhythmusstörungen und zur Vorbeugung des plötzlichen Herztodes wird durchgeführt. Implantationen sogenannter CRT-Systeme (“ 3-Kammer-Herzschrittmacher“) ermöglichen bei speziellen Patienten die Behandlung einer schweren Herzschwäche.

Bei Nachsorge ergänzen: Die Nachsorge aller gängigen Schrittmacher-ICD, CRT-D-Systeme muss über einen niedergelassenen Kardiologen erfolgen. Leider ist nur bei Privat-Patienten eine Nachsorge in unseren Ambulanz möglich, da wir über die kassenärztliche Vereinigung hierfür keine Genehmigung bekommen.

Wenn sich Flüssigkeit im Herzbeutel ansammelt (z.B. bei Entzündungen), so kann das die Arbeit des Herzens erheblich beeinträchtigen. Dann ist es manchmal nötig, diese Flüssigkeit mit einer speziellen Punktionskanüle sowie einem Drainagekatheter zu entfernen. Dies geschieht ebenfalls im Herzkatheterlabor, unter Zuhilfenahme der Röntgendurchleuchtung. So kann die Punktion sicher und rasch durchgeführt werden.

Notfall-Rufbereitschaft für akuten Herzinfarkt

Seit September 2011 steht Ihnen am Stiftungskrankenhaus Nördlingen auch eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung im Herzkatheterlabor zur Verfügung. Somit ist gewährleistet, dass bei einem akuten Herzinfarkt die verstopfte Herzkranzarterie rasch wieder eröffnet werden kann. Bereits im Notarztwagen wird ein EKG abgeleitet, das im Idealfall über Funk an die Klinik übermittelt wird. So kann, noch bevor der Patient im Krankenhaus eintrifft, anhand des EKG-Befundes das Herzkatheter-Team alarmiert werden. Wenn der Patient im Krankenhaus ankommt, ist das Notfall-Team bereits vor Ort und kann umgehend die lebensrettende Behandlung einleiten.

Kooperation mit Herzchirurgie

Nicht allen Patienten kann mit der Ballondilatation und Stentimplantation geholfen werden. Manchmal ist die Anlage von Venen- oder Arterienbypässen die bessere Wahl. Hierzu besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Uni-Klinikums Augsburg (Prof. Dr. med. Evaldas Girdauskas) und dem Universitätsklinikum Ulm (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Andreas Liebold). Dazu ist auch eine telemedizinische Anbindung (gegenseitige Möglichkeit des Ansehens von Befunden) etabliert.

Informationen für einweisende Ärzte

Wenn Sie einen Patienten für eine Herzkatheteruntersuchung anmelden wollen, können Sie dies unter der Nummer unseres Sekretariats tun (Telefon: 09081 299 20201). Falls möglich, würden wir uns sehr über ein aktuelles Labor freuen (Kreatinin, kleines Blutbild, Gerinnung, TSH), dies kann aber auch von uns abgenommen werden. Bitte, falls vorhanden, auch ein aktuelles 12-Kanal-EKG mitgeben. Sehr hilfreich ist auch die Mitgabe von Vorbefunden, insbesondere dann, wenn der Patient bereits mittels PTCA vortherapiert wurde oder gar eine Bypass-Operation hatte.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Patienten einige Tage vor dem Herzkathetertermin prästationär zur medizinischen und pflegerischen Aufklärung einbestellt werden. Alternativ erfolgt die stationäre Aufnahme am Tag der geplanten Untersuchung. Wenn der Patient Marcumar nimmt, bitten wir Sie, dieses mindestens drei Tage vor dem Herzkathetertermin abzusetzen (überbrückende Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin nur bei Hochrisikopatienten, zum Beispiel bei Patienten mit Vorhofflimmern und Z.n. Schlaganfall, sowie Patienten mit künstlichen Herzklappen, erforderlich). Bei NOAK-Einnahme bitte Rücksprache. Metformin sollte einen Tag vorher pausiert werden (Gefahr der Niereninsuffizienz durch Kontrastmittel).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Herzkatheter-Sekretariat (Telefon: 09081 299-20201), Sie werden dann bei Bedarf schnellstmöglich mit einem kompetenten Oberarzt / Facharzt verbunden.

Diabetologie

Eingegliedert in die Internistische Abteilung unterstützt das Diabetes Team die Betreuung und Behandlung unserer Patienten die an einer Diabetes Erkrankung leiden bzw. gefährdet sind eine solche zu entwickeln.

Das Team, bestehend aus Diabetes Assistentin(DDG) Andrea Wörle, Diabetesberater (DDG) Markus Nöth und Diabetologe (DDG) Oberarzt Sebastian Erning, bietet Ihnen im Rahmen Ihres stationären Aufenthaltes neben der Behandlung, ein strukturiertes Schulungsprogramm an. Hierbei wird der Umgang mit der Erkrankung sowie aller erforderlichen Hilfsmittel gelehrt.

Es findet Unterricht statt zu den Themen: Ernährung, Folgeerkrankungen, Spritzennutzung/Insulinbehandlung, Tablettentherapie, Unterzuckerungen.

Zur Vervollständigung des Disease management programms (DMP) besteht eine Kooperation mit den niedergelassenen augenärztlichen Kollegen (Drs. Herzog) sowie der Podologiepraxis im Hause.

Seit Sommer 2020 existiert im Rahmen einer Ermächtigung durch die KVB die Möglichkeit einer ambulanten Vorstellung in der diabetologischen Sprechstunde bei Oberarzt Sebastian Erning.

Oberarzt Sebastian Erning und sein Team bieten Ihnen:

  • Auf Überweisung: Ambulante Diabetologie, einschließlich Diabetesschulung
  • Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, einschließlich Folgeerkrankungen
  • Diabetes mellitus in der Schwangerschaft
  • Insulinpumpenbehandlung
  • Strukturierte Schulungsprogramme
  • Herzerkrankungen bei Diabetikern

Telefon: 09081-299-20201

Chest Pain Unit

Das Stiftungskrankenhaus hat eine offiziell zertifizierte Spezialeinheit für Brustschmerzen („Chest Pain Unit“). Für Patienten bedeutet dieses Qualitätssiegel: Wer mit akuten oder unklaren Brustschmerzen ins Nördlinger Krankenhaus kommt, die auf Herzinfarkt, Lungenarterienembolie oder andere schwerwiegende Erkrankungen hindeuten könnten, begibt sich in die Obhut von speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften, die ein hochmodernes technisches Equipment im Bereich der kardiovaskulären Bildgebung und interventionellen Therapie mittels Kathetertechnik zur Verfügung haben.

Medien-Bericht über die Nördlinger Chest Pain Unit

Angebote der Allgemeinen Inneren Medizin

Die internistische Abteilung behandelt ca. 3000 stationäre Patienten pro Jahr. Die Schwerpunkte unserer Abteilung liegen dabei in der Diagnostik und Therapie von internistischen Erkrankungen. Dazu gehören zum einen die Bereiche Gastroenterologie (Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes), zum andern befassen wir uns mit der Zuckerkrankheit (Diabetologie) sowie Stoffwechsel- und Infektions-Erkrankungen (Infektiologie).

Im Bereich der Gastroenterologie werden bis auf die ERCP und Kapselendoskopie (führen wir im Bedarfsfall bei unserem Partner in Donauwörth, CA Dr. Eberl, durch) alle endoskopischen Verfahren (Gastroskopie, Darmspiegelung, ggf. mit Biopsieentnahme, Notfallendoskopien zur Blutstillung) neben den gängigen Ultraschallverfahren angeboten.

Durch die internistische Abteilung wird in Zeiten der Pandemie eine eigens dafür etablierte Infektionsstation betreut, auf der Patienten mit der vom Infektionsschutzgesetz geforderten besonderen Behandlung therapiert werden können.

In der überregionalen Kooperation mit den neurologischen Kollegen des Krankenhauses Günzburg sowie im Rahmen des NEVAS-Projektes (Neurovaskuläres Netzwerk Südwestbayern) werden Patienten mit Schlaganfall (cerebrale Ischämie) und anderen neurologischen Krankheitsbildern zeitnah und nach höchstem Standard behandelt. Mit der für Schlaganfallpatienten eingerichteten „stroke unit“ steht eine neurologische Überwachungs und Behandlungsoption jederzeit zur Verfügung.

Leistungsspektrum

Behandlungsschwerpunkte

  • Infektionskrankheiten
  • Diabetes mellitus
  • Schlaganfall mit Überwachungseinheit
  • Atemwegserkrankungen
  • Endoskopie
  • Nierenerkrankungen mit Dialyse (in Kooperation mit dem KfH Dialysezentrum)
  • Liquorpunktion (Nervenwasserentnahme) und Diagnostik
  • Anlage von Dauerableitungen bei chronischen Pleuraergüssen oder Ascites

Videoendoskopie

  • Endoskopie des Magens, Behand