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Brustzentrum Donauwörth2021-10-29T15:40:31+02:00

Brustzentrum Donauwörth

Liebe Patientinnen!

Eine Krebserkrankung der Brust bedeutet für jede Frau eine erhebliche Veränderung ihrer Lebenssituation, die sowohl körperliche Aspekte durch die Operation als auch seelische, soziale und ökonomische Gesichtspunkte betrifft. Deshalb konzentriert sich das Brustzentrum Donauwörth immer auf den ganzen Menschen, der an einer Krankheit leidet, und nicht nur auf die Krankheit selbst.

Unser Ziel ist es, durch eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit einen für Sie persönlich optimalen Behandlungsweg zu erarbeiten. In gemeinsamen Fallbesprechungen vor und nach der Operation legt unser Ärzte- und Spezialistenteam die diagnostischen und therapeutischen Schritte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien für Sie fest.

Zu einer ganzheitlichen Behandlung zählt für uns aber auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern wie Krankengymnasten, Psychologen und Sozialarbeitern. Wir möchten mit unserem Internetauftritt viele Ihrer Fragen zum Thema Krebs beantworten, damit Sie besser abschätzen können, was auf Sie zukommt. Selbstverständlich lässt sich mit gedruckten Informationen niemals ein persönliches Gespräch ersetzen!

Im Gegenteil: Aus den dargestellten Themen können sich weitere wichtige Fragen und Anliegen ergeben, die wir gerne mit Ihnen diskutieren. Sprechen Sie uns an!

Dr. med. Anne-Kathrin Geisler und
Ihr Team
des Brustzentrums Donauwörth

Ihre Ärzte

Dr. med. Anne-Kathrin Geisler
Oberärztin
Senior Mammaoperateur nach Onkozert
Oberärztin
Senior Mammaoperateur nach Onkozert

Kontakt und Sprechzeiten

Brustzentrum Donauwörth
Telefon0906 782-10301
Telefax0906 782-10398
E-Mailfrauenklinik@donkliniken.de
Internethttps://www.donkliniken.de
Sprechzeiten
Wir sind täglich telefonisch von 7:30 – 16:00 für Sie erreichbar

Termine für niedergelassene Kollegen und Kooperations­partner
Tumorkonferenz mittwochs 13:45 Uhr (Sofern Sie nicht regelmäßiger Teilnehmer der Tumorkonferenz sind, erkundigen Sie sich bitte im Vorfeld in unserem Sekretariat, ob der Termin planmäßig stattfindet.)

Logo Deutsche Krebsgesellschaft
Zertifiziertes Brustkrebszentrum

Was wir leisten

Diagnostische Verfahren

  • Mammographie
  • Brustultraschall
  • Kernspinuntersuchung der Brust
  • Stanzbiopsien/offene Biopsien

Sobald uns alle Befunde vorliegen, erhalten unsere Patientinnen eine ausführliche Beratung über das weitere Vorgehen.

Operative Behandlung einer Brust­krebs­erkrankung

  • Brusterhaltendende Operationen / Mastektomien
  • Wächterlymphknotenentnahme / komplette Lymphknoten-Entfernung aus der Achselhöhle
  • Sofortrekonstruktion mit Prothese und Netzeinlage
  • Reduktionsplastiken zur Angleichung der nicht betroffenen Brust
  • Mikrochirurgische Eigengewebsrekonstruktion (TRAM, DIEP) durch die Plastisch- und Handchirurgische Klinik Erlangen

Die operative Therapie erfolgt individuell abhängig von der Ausdehnung des Tumors und dem Wunsch der Patientin.

Weitere Angebote im Verlauf des statio­nären Aufent­haltes

  • Krankengymnastik
  • psychologische Betreuung
  • Informationen über Sozialleistungen
  • Interdisziplinäre Festlegung des weiteren Procederes
  • ausführliches Gespräch über die Therapieempfehlungen vor Entlassung
  • weiterführende Therapie in Zusammenarbeit mitden Kooperationspartnern (Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung)
  • Ihrem niedergelassenen Frauenarzt/-ärztin (Antihormontherapie)
  • Möglichkeit der Teilnahme an Studien
  • Vermittlung einer genetischen Beratung

Kompetenz und Menschlichkeit werden in der Frauenklinik Donauwörth großgeschrieben

Seit Juli 2014 haben wir an unserer Donau-Ries Klinik Donauwörth das Konzept einer ganzheitlichen Frauenklinik umgesetzt. Auf einer Station – der Station 1 – ist von nun an alles konzentriert: die Geburtshilfe, ebenso wie die ambulante und stationäre gynäkologische Behandlung.

Im Bereich der Gynäkologie bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum an Standardoperationen des Fachgebiets sowie der gynäkologischen Onkologie an.

Unsere Geburtshilfe wurde vollkommen neu gestaltet und heißt Sie in freundlicher, heller Atmosphäre und mit modernster medizin-technischer Ausstattung herzlich willkommen. Mit Rooming-In-Zimmern – jedes Zimmer hat eine eigene Wickelauflage -, zwei großzügigen Kreißsälen, einem Wehen- und einem Familienzimmer haben wir viel Raum für die Wünsche junger Familien.

Zur Frauenklinik Donauwörth

Untersuchungen

Diagnosen durch Untersuchungen sichern

Es werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt, um zu entscheiden, ob eine Veränderung in der Brust gut- oder bösartig ist bzw. um die Ausbreitung einer Krebserkrankung abschätzen (Staging) und die notwendigen Therapien genau festlegen zu können.

Die verschiedenen Untersuchungsverfahren und ihre Bedeutung stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Bei dieser Untersuchung werden Röntgenstrahlen durch die Brust geschickt. Abhängig von der Gewebebeschaffenheit werden die Röntgenstrahlen mehr oder weniger gut hindurchgelassen. Hierdurch entsteht ein Bild. Dieses Bild enthält Informationen über die Größe, Form und Lage eines Herdes. Daraus wiederum können Rückschlüsse auf die Gut- oder Bösartigkeit gezogen werden. Vor allem bei älteren Frauen mit wenig umgebenden Drüsengewebe können verdächtige Herde gut dargestellt werden. Die Strahlenbelastung einer Mammographie ist heute sehr gering.

Bei nicht tast- und sonographisch nicht sichtbaren Knoten kann vor der operativen Entfernung ein Draht als Markierung unter mammographischer Kontrolle zu dem Herd vorgeschoben werden.

Findet sich in der Mammographie ein auffälliger Herd oder ist die Mammographie nicht aussagekräftig, wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt. Bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe (häufig bei jungen Frauen) können Herde sonographisch z. T. besser beurteilt werden als mammographisch.

Ein Vorteil der Sonographie ist die fehlende Strahlenbelastung. Während der Untersuchung können Gewebeproben aus auffälligen Arealen entnommen werden (Stanzbiopsie) oder nicht tastbare Knoten vor der Operation mit einem Draht markiert werden.

Besteht der Verdacht, auf mehrere bösartige Herde in der Brust, auf einen Rückfall des Tumors (Rezidiv) oder ist eine familiäre Brustkrebsbelastung bekannt, kann die Kernspintomographie wichtige weitere Informationen geben.

Hier werden mit Hilfe von Magnetfeldern Schnittbilder der Brust generiert. Die MRT ist ein sehr empfindliches Verfahren; häufig werden aber auch gutartige Veränderungen als verdächtig dargestellt, was zu einer Verunsicherung der Patientin führen kann. Deshalb wird die MRT nur bei speziellen Fragestellungen und nicht als Standarduntersuchung eingesetzt.

Im Sinne unserer Patientinnen möchten wir unnötige Zweitoperationen und -narkosen vermeiden. Für die Planung einer Operation ist es deshalb wichtig zu wissen, ob es sich um einen gut- oder einen bösartigen Knoten handelt. Normalerweise führen wir hierfür eine Stanzbiopsie unter Ultraschallsicht durch. Nach einer örtlichen Betäubung wird eine Hohlnadel durch den Knoten „geschossen” und damit ein schmaler Gewebezylinder entfernt. Dieses Vorgehen wird mehrfach wiederholt, um genügend Gewebe zur Untersuchung zu gewinnen. Das Gewebe wird mikroskopisch beurteilt. Mit einem Befund kann nach ca. zwei Arbeitstagen gerechnet werden.

Befürchtungen, durch die Entnahme könnten Tumorzellen verschleppt werden und später Metastasen bilden, haben sich nach langjähriger Anwendung des Verfahrens nicht bestätigt.

Die Skelett-Szintigraphie ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das mit radioaktiv markierten Substanzen arbeitet. Sogenannte Radionuklide werden in die Blutbahn injiziert und reichern sich – je nach Stoffwechselaktivität – in Geweben an oder werden nicht gespeichert. Mit bestimmten Geräten kann diese Anreicherung, die besonders in Tumoren ausgeprägt ist, sichtbar gemacht werden.

Ebenfalls mit Röntgenstrahlen arbeitet die Computertomographie, die u.a. zur Metastasen-Suche innerhalb der Brust- und Bauchorgane verwendet wird. Bei der Untersuchung tasten Röntgenstrahlen den Körper kreisförmig ab. Daraus werden viele Schnittbilder errechnet.

Auch bei der Kernspintomographie werden Schnittbilder des Körpers generiert. Dies geschieht jedoch nicht mit Hilfe von Röntgenstrahlen sondern durch ein Magnetfeld und Radiowellen. Ein Vorteil der MRT ist, dass es zu keiner Strahlenbelastung kommt. Für Menschen mit einem Herzschrittmacher oder Metallimplantaten ist diese Methode allerdings nicht geeignet.

Auch die Kernspintomographie ist speziellen Fragestellungen vorbehalten und wird nicht regelmäßig im Rahmen des Stagings durchgeführt.

Vor einer Operation werden Routinelaboruntersuchungen durchgeführt, die Aufschluss geben über die Funktionsfähigkeit bestimmter Organe. Dies ist wichtig, um Risiken für eine Operation zu erkennen.

Daneben werden in einigen Fällen sogenannte Tumormarker bestimmt. Dies sind Stoffe, die von den Tumorzellen gebildet werden. Gelegentlich können Tumormarker aber auch bei gutartigen oder entzündlichen Veränderungen im Blut erhöht sein. Umgekehrt muss bei einer Krebserkrankung nicht zwangsläufig der Tumormarker erhöht sein. Deshalb kann uns ein Tumormarker lediglich zusätzliche Hinweise auf ein Tumorgeschehen geben, es jedoch nicht sicher beweisen oder ausschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und ihre Bedeutung stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Bei den meisten Patientinnen ist eine brusterhaltende Operation möglich, bei der nur der Tumor mit einem Randsaum von gesundem Gewebe entfernt wird. Nach der Operation ist eine Nachbestrahlung der betroffenen Brust erforderlich, um einem Rückfall im erhaltenen Gewebe vorzubeugen. Voraussetzung für eine brusterhaltende Operation ist ein möglichst einzelner, örtlich begrenzt wachsender Tumor. Wenn der Tumor für eine brusterhaltende Operation zu groß ist, kann gegebenenfalls versucht werden, ihn mit einer vorgeschalteten Chemotherapie zu verkleinern. Die Schnittführung bei der brusterhaltenden Operation wählen wir so, dass für das Aussehen der Brust ein möglichst günstiges Ergebnis erzielt werden kann. Ziel des Eingriffs ist es, den Tumor komplett mit einem Sicherheitssaum zu entfernen und gleichzeitig soviel gesundes Gewebe wie möglich zu erhalten. Bei sehr kleinen Brüsten lässt sich allerdings nicht immer ein optimales Aussehen erhalten, weil im Vergleich zur Brustgröße eben doch viel Gewebe entfernt wird. Dann kommt auch bei brusterhaltender Operation eine Form des Brustaufbaus in Frage.

Nur bei wenigen Patientinnen muss eine Mastektomie erfolgen, also die Abnahme der Brust. Sie ist erforderlich, wenn an mehreren (weit voneinander entfernten) Stellen in der Brust Tumore wachsen, wenn es sich um ein entzündliches (inflammatorisches) Karzinom handelt, wenn mit der brusterhaltenden Operation keine vollständige Tumorentfernung gelang oder wenn eine Nachbestrahlung nicht möglich ist. Neben der Brustdrüse und der Haut wird auch die Hüllschicht des Brustmuskels (Faszie) entfernt. Der Muskel selbst kann in den meisten Fällen erhalten bleiben. Auf Wunsch der Patientin können schon während der Operation erste Maßnahmen für einen Wiederaufbau der Brust vorgenommen werden. Jede Patientin sollte sich bereits vor einer Mastektomie über die verschiedenen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion informieren und beraten lassen. Aber auch wenn die Behandlung abgeschlossen ist, ist ein Brustaufbau noch möglich.

Die Möglichkeiten des operativen Brustaufbaus reichen heute von der Einlage von Silikonprothesen bis hin zu verschiedenen Varianten der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Welche Methode die beste ist, welcher Zeitpunkt sich für einen Wiederaufbau anbietet, richtet sich nach den Bedürfnissen der Frau und nach den medizinischen Möglichkeiten im individuellen Fall.

Sollte für Sie ein Wiederaufbau nicht in Frage kommen, können in Sanitätshäusern spezielle BH’s mit Brustprothesen angefertigt werden. Sie erhalten von uns in diesem Fall ein Rezept.

Hat sich bei der Tastuntersuchung, dem Ultraschall und mammographisch kein Hinweis auf eine Absiedlung des Tumors in den Lymphknoten der Achselhöhle ergeben, so kann während der Operation zunächst der Wächterlymphknoten entfernt werden.

Häufig wird eine Chemotherapie im Anschluss an die Operation durchgeführt, kann jedoch auch vor der OP als sogenannte neoadjuvante Therapie erfolgen. Ziel einer Chemotherapie ist es, im Körper verbliebene Tumorzellen abzutöten. Hierzu werden bestimmte Medikamente meist über eine Vene verabreicht. Diese Medikamente (Zytostatika) greifen im allgemeinen in den Zellteilungsmechanismus ein und wirken durch ihre Verteilung im Blutkreislauf im gesamten Körper (systemische Therapie). Die Substanzen können einzeln oder als Kombination gegeben werden. Welche Art der Chemotherapie in Ihrem Fall die beste ist, entscheiden wir in den Tumorkonferenzen gemeinsam mit unserem kooperierenden Onkologen.

Die Therapie kann normalerweise ambulant durchgeführt werden. Die einzelnen Therapiesitzungen werden als Zyklen bezeichnet. Oft werden insgesamt sechs Zyklen im Abstand von jeweils drei Wochen durchgeführt. Hierzu wird jeweils ein venöser Zugang gelegt. Sollte es bei Ihnen schwierig sein, Venen zu finden, kann auch ein so genannter Portkatheter eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine Kammer mit einer Silikonmembran, die in örtlicher Betäubung unter die Haut gelegt wird und Anschluss an eine größere Körpervene hat. Die Silikonmembran kann dann problemlos viele Male angestochen werden.

Während eines Zyklus werden sowohl die gegen Tumorzellen wirksamen Zytostatika als auch verschiedene Begleitmedikamente verabreicht. Diese Begleitmedikamente sollen bereits im Vorfeld das Auftreten von Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen verhindern. Zwischen den Therapiezyklen sollten regelmäßige Blutkontrollen erfolgen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können.  Vor Beginn einer geplanten Chemotherapie erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch.

Eine weitere wichtige Behandlung ist die Strahlentherapie. Sie wirkt lokal im Bereich der tumorbefallenen Organe. Energiereiche Strahlen können Tumorzellen so stark schädigen, dass sie absterben. Heute lässt sich die Strahlung mit neuen Geräten sehr zielgenau auf eine Krebsgeschwulst bündeln; Nebenwirkungen sind dadurch selten geworden.

Vor der eigentlichen Bestrahlung wird der behandelnde Arzt ein Aufklärungsgespräch über den Ablauf und die zu erwartenden Nebenwirkungen mit Ihnen führen. Anschließend wird die Bestrahlung meist mit Hilfe einer Computertomographie genau geplant. Dies erfordert Zeit und Geduld, ist jedoch äußerst wichtig, damit nicht betroffenes Gewebe maximal geschont werden kann. Die erforderliche Gesamtstrahlendosis wird dabei in viele kleine Einzelportionen aufgeteilt (Fraktionierung). Auch dies schont das umliegende Gewebe. Die eigentlichen Bestrahlungseinheiten dauern dann meist nur wenige Minuten und finden üblicherweise täglich von Montag bis Freitag statt. In vielen Fällen kann auch eine Strahlentherapie ambulant durchgeführt werden.

Die meisten Tumore der weiblichen Brust besitzen „Andockstellen“ (Rezeptoren) für Hormone; ihr Wachstum ist daher hormonabhängig. Dies kann therapeutisch genutzt werden durch die Gabe von (Anti-) Hormonen. Antihormone können durch die Veränderung des Hormonhaushaltes das Rückfallrisiko eines Tumors (Rezidiv) senken bzw. die Erkrankung zurückdrängen (Remission).

Folgende Formen der hormonellen (endokrinen) Therapie finden Verwendung:

  • Ausschaltung der Hormonproduktion der Eierstöcke durch Gabe von GnRH-Analoga. GnRH-Analoga haben einen ähnlichen Aufbau wie bestimmte Steuerhormone aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), welche die Hormonproduktion der Eierstöcke regeln.
  • Blockade der Rezeptoren für Hormone auf den Tumorzellen durch Anti-Östrogene. Dadurch können Östrogene nicht mehr an den Rezeptoren andocken: die Tumorzellen erhalten keinen Wachstumsreiz (bekanntester Wirkstoff: Tamoxifen).
  • Blockade eines Enzyms, das für die Bildung von Östrogenen im Körper wichtig ist. Nach dem Enzym Aromatase nennt man diese Medikamentengruppe Aromatasehemmer.

Ob und welche Form der endokrinen Therapie für Sie in Frage kommt, hängt vor allem von Ihrem Alter und vom Untersuchungsergebnis des Tumors ab.

Vor allem für Patientinnen nach den Wechseljahren ist die Hormontherapie verhältnismäßig arm an Nebenwirkungen.

Unter Tamoxifen kann es in seltenen Fällen zu Gerinnungsstörungen des Blutes (Thrombosen) oder zu einer Schleimhautveränderung innerhalb der Gebärmutter kommen. Aromatasehemmer können gelegentlich Gelenkbeschwerden oder eine Knochenschwäche (Osteoporose) verursachen.

Muss eine antihormonelle Therapie vor den Wechseljahren gegeben werden, können durch den Wegfall der Geschlechtshormone Beschwerden auftreten, wie sie für die Wechseljahre typisch sind, z.B. Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.

Sollten bei Ihnen Beschwerden auftreten, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Frauenarzt.

Die wachsende Kenntnis über die Rolle des Immunsystems bei Krebs hat zu neuen Behandlungsmethoden geführt. Therapieformen, die das Immunsystem beeinflussen, bezeichnet man als Immuntherapie. Dabei werden körpereigene Immunzellen gegen Tumorzellen aktiviert, um diese abzutöten. Die so genannten Antikörper können Tumorzellen, die veränderte Merkmale tragen, von gesunden Körperzellen unterscheiden.

Häufig zur Anwendung kommt der Antikörper Trastuzumab (Herceptin®). Zuvor muss der Tumor auf bestimmte Oberflächenmarker (Her2-neu-Rezeptoren) untersucht werden.

Sind diese in großer Zahl vorhanden, ist es sinnvoll, Trastuzumab zusammen mit einer Chemotherapie zu verabreichen. Damit können die Her2-neu-Rezeptoren blockiert und die körpereigene Immunabwehr gegen die Krebszellen aktiviert werden.

Im Allgemeinen wird diese Therapie gut vertragen. Allerdings sollte die Funktion des Herzens vor und während einer Therapie sonographisch kontrolliert werden, da eine Schwächung des Herzens, besonders in Verbindung mit bestimmten Chemotherapeutika, möglich ist.

Die Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen haben sich im Vergleich zu früheren Jahrzehnten deutlich verbessert. Dennoch wird weiterhin an neuen Therapieoptionen geforscht mit dem Ziel, die Heilungschancen weiter zu erhöhen und Nebenwirkungen zu reduzieren.

Bis eine neue oder veränderte Therapiemethode als Standard eingesetzt werden darf, muss sie sich in zahlreichen Untersuchungen bewähren. Dies ist in vielen Fällen ein jahrelanger Prozess. Eine klinische Prüfung, also der Einsatz am Menschen, darf erst erfolgen, wenn der vorklinische Einsatz gute Ergebnisse erbracht hat. Klinische Studien werden nach internationalen Qualitätsstandards geplant. Meist wird eine bewährte Methode mit der neuen erfolgsversprechenderen verglichen. Bevor eine klinische Studie durchgeführt werden darf, muss eine unabhängige Ethikkommission darüber entscheiden. Die Durchführung erfolgt dann durch erfahrenes, speziell qualifiziertes Personal.

Mit der Teilnahme an einer klinischen Studie können Sie dazu beitragen, neue, wirksamere Therapien zu entwickeln und bewährte Behandlungen zu verbessern.

Folgende Vorteile ergeben sich für Sie:

  • Sie gehören unter Umständen zu den ersten Patientinnen, die von einer besseren Therapie profitieren.
  • Sie werden intensiver betreut und engmaschiger überwacht. Beschwerden oder ein eventuelles Wiederauftreten der Erkrankung können damit schneller erkannt und behandelt werden.

Wir bieten als Brustzentrum mehrere klinische Studien an. Kommt für Sie eine Studienteilnahme in Frage, so werden wir Sie ausführlich über die jeweilige Studie informieren. Sie müssen sich jedoch keineswegs zu einer Teilnahme verpflichtet fühlen. Nehmen Sie sich für Ihre Entscheidung ruhig etwas Bedenkzeit.

Auch wenn alle Therapien einer Krebserkrankung bereits abgeschlossen sind, ist es wichtig zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen zu Ihrem behandelnden Frauenarzt zu gehen. Hier werden Sie weiter betreut, z.B. wenn noch therapiebedingte Beschwerden bestehen. Ganz besonders wichtig ist aber auch, einen möglichen Rückfall (Rezidiv) der Erkrankung frühzeitig in einem gut behandelbaren Stadium zu erkennen.

Im Folgenden erhalten Sie eine kurze Übersicht über die empfohlenen Kontrolluntersuchungen:

  1. Selbstuntersuchung: monatlich
  2. Anamnese und körperliche Untersuchung
    (Frauenarzt/Hausarzt):
    1. – 3. Jahr: vierteljährlich 4. – 5. Jahr: halbjährlich, nach dem 5. Jahr jährlich
  3. Mammographie, Sonographie nach brusterhaltender Therapie.
    Betroffene Brust: 1. – 3. Jahr mindestens einmal jährlich – ab dem vierten Jahr jährlich. Gegenseite jährlich. Nach  vollständiger Entfernung der Brust: Gegenseite jährlich
  4. Andere technische Untersuchungen (einschließlich Tumormarker):
    Nur bei klinisch auffälligen Befunden.

Externe Kooperationspartner

Plastisch- und Handchirurgische Klinik2020-09-17T17:14:16+02:00
Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Raymund E. Horch Krankenhausstraße 12, 91054 Erlangen Tel. 09131 8533277 www.plastische-chirurgie.uk-erlangen.de
Sanitätshaus Feix2021-05-28T14:00:21+02:00

Joachim Feix
Pflegstraße 8
86609 Donauwörth
Tel. 0906 705098-0
www.sanitaetshaus-feix.de

Praxis für Nuklearmedizin2021-05-31T11:33:29+02:00

Dr. med. Tscherne
Neudegger Allee 6,
86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999470
www.tscherne.de

Pathologie Ingolstadt2021-05-28T11:01:54+02:00

Dr. med. Popp
Prof. Dr. med. Adam
Prof. Dr. med. Geißinger
Levelingstr. 21,
85049 Ingolstadt
Tel. 0841 8855540

Onkologisches Zentrum2021-06-28T12:23:22+02:00

Prof. (SHB) Dr. med. Dirk Hempel
Internisten-Hämatologie-int. Onkologie

Neudegger Allee 10, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999390
www.onkologiezentrum.com

Strahlentherapie Augsburg2021-06-28T12:24:53+02:00

Medizinisches Versorgungszentrum
MEINE STRAHLENTHERAPIE AUGSBURG
Dres. med. Hombrink, Reiter & Gilg

Hirblinger Str. 79a,
86154 Augsburg
Tel. 0821 448110
www.strahlentherapie-augsburg.de

MGZ – Medizinisch Genetisches Zentrum2021-06-28T12:26:03+02:00

Prof. Dr. med. Dipl. chem. Elke Holinski-Feder
PD Dr. med. Angela Abicht
Dr. med. Teresa Neuhann
Fachärztinnen für Humangenetik, MVZ

Bayerstr. 3-5, Eing. Schlosserstr. 6,
80335 München
Tel. 089 3090886-0
www.mgz-muenchen.de

Psychoonkologische Betreuung2021-06-28T12:28:16+02:00

Diplom-Psychologin Simone Breuer
Nähermemminger Weg 4,
86720 Nördlingen
Tel. 09081 272292-0

Radiologicum2021-05-28T11:09:10+02:00

Radiologicum PartGmbB
Gemeinschaftspraxis Dres. med. Dikopoulos, Müller und Pachmayr 

Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999300
www.radiologicum.info

Weitere Ansprechpartner finden Sie im Bereich Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen

Interne Kooperationspartner

Anästhesie und Intensivmedizin
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Telefon: 0906-782-0
Abteilung Anästhesie/Intensivmedizin

Labor
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 782-0

Physikalische Therapie
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 782-0

Sozialdienst
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel: 0906-782-0

Palliativmedizin
Stiftungskrankenhaus Nördlingen
Stoffelsberg 4, 86720 Nördlingen
Telefon: 09081/299-0
Palliativstation 

Schmerztherapie
Stiftungskrankenhaus Nördlingen
Stoffelsberg 4, 86720 Nördlingen
Telefon: 09081/299-0
Schmerztagesklinik 

Studien

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die aktuell im Brustzentrum angebotenen Studien (Stand 29. Juni 2021):

KATE 3 ist eine Phase III-Studie, bei der die Wirksamkeit und Sicherheit von Atezolizumab in Kombination mit Trastuzumab oder Atezolizumab-Plazebo untersucht wird. Eingeschlossen werden können Patienten mit Her-2-neu pos. und PD-L1 pos., lokal fortgeschrittenem bzw. metastasiertem Brustkrebs.

Atezolizumab ist ein Antikörper, der einem Signalweg über PD-L1 hemmt.

Brevity 02 ist eine prospektive multizentrische diagnostische Studie für Patienten mit neu diagnostiziertem, nicht metastasiertem Brustkrebs und geplanter neoadjuvanter Therapie. Nach Therapiebeginn werden erneut Stanzbiopsien entnommen und untersucht.

OPAL ist eine prospektive multizentrische nicht interventionelle Beobachtungsstudie für Patienten mit frühem als auch mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Über Fragebögen werden Daten über den Verlauf der durchgeführten Therapie erhoben.

P4 ist eine prospektive Studie zur Vorhersage der Rezidivwahrscheinlichkeit nach neoadjuvanter, Anthrazyklin-basierter Chemotherapie. Es können Patientinnen mit primärem, Östrogenrezeptor positiven, Her2-neu negativen, nicht metastasierten Brustkrebs eingeschlossen werden, die eine neoadjuvante Chemotherapie benötigen.

PEFORM ist eine nicht interventionelle Studie für Patienten mit Hormonrezeptor-positivem, Her2-neu negativen, lokal fortgeschrittenen, inoperablen oder metastasierten Brustkrebs. Beobachtungsstudie zur Therapie mit dem CDK4/6-Inhibitor Palbociclib in Verbindung mit einer Antihormontherapie.

Praegnant ist eine Registerstudie für Patienten mit Hormonrezeptor positiven, Her2-neu negativen, lokal fortgeschrittenen, inoperablen oder metastasierten Brustkrebs. Identifikation von Biomarkern, die für die Vorhersage des progressionsfreien Überlebens (PFS) geeignet sind.

TIDO-NIS ist eine nicht interventionelle Studie für Patienten mit bösartiger, solider oder hämatologischer Tumorerkrankung. Beobachtung zur Häufigkeit eines Eisenmangels bei onkol. Patienten und zum Verlauf nach Therapie des Eisenmangels mit Eisencarboxymaltose (FCM).

Breast Cancer in Pregnancy ist eine Registerstudie der German Breast Group (GBG) zur Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in der Schwangerschaft mit jungen, nicht schwangeren Patientinnen (> 40 Jahre) als Vergleichskohorte.