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Gynäkologisches Krebszentrum Donauwörth2021-06-29T16:53:03+02:00

Gynäkologisches Krebszentrum Donauwörth

Liebe Patientinnen!

Eine Krebserkrankung der Geschlechtsorgane bedeutet für jede Frau eine erhebliche Veränderung ihrer Lebenssituation, die sowohl körperliche Aspekte durch die Operation als auch seelische, soziale und ökonomische Gesichtspunkte betrifft. Deshalb konzentriert sich das Gynäkologische Krebszentrum Donauwörth immer auf den Menschen in seiner Gesamtheit und nicht nur auf die Krankheit selbst.

Unser Ziel ist es, durch eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit einen für Sie persönlich optimalen Behandlungsweg zu erarbeiten. In gemeinsamen Fallbesprechungen vor und nach der Operation legt unser Ärzte- und Spezialistenteam die diagnostischen und therapeutischen Schritte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien für Sie fest.

Zu einer ganzheitlichen Behandlung zählt für uns aber auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern wie Krankengymnasten, Psychologen und Sozialarbeitern.
Wir möchten mit unserem Internetauftritt viele Ihrer Fragen zum Thema Krebs beantworten, damit Sie besser abschätzen können, was auf Sie zukommt. Selbstverständlich lässt sich mit gedruckten Informationen niemals ein persönliches Gespräch ersetzen! Im Gegenteil: Aus den dargestellten Themen können sich weitere wichtige Fragen und Anliegen ergeben, die wir gerne mit Ihnen diskutieren. Sprechen Sie uns an!

Ihr
Dr. Bart Van de Pas
und das Team des gynäkologischen Krebszentrums Donauwörth

Ihre Ärzte

Chefarzt der Frauenklinik
Frauenarzt, Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Kolposkopiediplom

Kontakt und Sprechzeiten

Gynäkologisches Krebszentrum Donauwörth
Telefon0906 782-10301
Telefax0906 782-10398
E-Mailfrauenklinik@donkliniken.de
SprechzeitenWir sind täglich telefonisch von 7:30 – 16:00 für Sie erreichbar.
Sprechstunde zur Vorbereitung ambulanter Operationen: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11 Uhr

Termine für niedergelassene Kollegen und Kooperationspartner

Tumorkonferenz mittwochs 13:45 Uhr (Sofern Sie nicht regelmäßiger Teilnehmer der Tumorkonferenz sind, erkundigen Sie sich bitte im Vorfeld in unserem Sekretariat, ob der Termin planmäßig stattfindet.)

Leistungen

Diagnostische Verfahren

  • Gewebeproben
  • Ausschabungen
  • diagnostische Bauchspiegelungen
  • Blasen- oder Enddarmspiegelungen
  • bildgebende Diagnostik wie Kernspin- oder Computertomographie

Sobald uns alle Befunde vorliegen, erhalten unsere Patientinnen eine ausführliche Beratung über das weitere Vorgehen.

Operative Behandlung einer gynäkologischen Krebserkrankung

Ausgedehnte Operationen mit großflächiger Entfernung des Bauchfells (Deperitonisierungen), Darmteilentfernung, Teilentfernung des Zwerchfells, Lymphknotenentfernung im Becken und an den großen Gefäßen.

Wertheimoperationen bis hin zu einer Exenteration. Eingriffe im Bereich der Gebärmutter und der Lymphknoten ist in bestimmten Fällen minimalinvasiv (endoskopisch) möglich.

Entfernung des Tumors einschließlich Deckung großflächiger Defekte durch Haut- oder Muskellappen. Je nach Tumorstadium Entnahme von Wächterlymphknoten in der Leiste oder komplette Lymphknotenentfernung.
Die operative Therapie erfolgt individuell abhängig von der Ausdehnung des Tumors und dem Wunsch der Patientin.

Weitere Angebote im Verlauf des stationären Aufenthaltes

  • Krankengymnastik
  • psychologische Betreuung
  • Informationen über Sozialleistungen
  • Interdisziplinäre Festlegung des weiteren Procederes
  • ausführliches Gespräch über die Therapieempfehlungen (Chemotherapie, erneute Operation, Bestrahlung) vor Entlassung

Untersuchungen

Diagnosen durch Untersuchungen sichern

Welche Gewebeveränderungen genau vorliegen, wo ein Tumor sitzt, wie groß er ist und ob er sich bereits auf andere Organe oder Gewebestrukturen ausgebreitet hat, muss vor Beginn der eigentlichen Therapie genau abgeklärt werden. Nur so kann die wirkungsvollste, aber auch für die Patientin schonendste Behandlung geplant und durchgeführt werden.

Wir erklären Ihnen gern, welche Untersuchungen notwendig sind, um die Diagnose zu sichern und welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie persönlich sinnvoll sind. Die gängigsten Untersuchungsverfahren und ihre Bedeutung stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Beim Zellabstrich wird vom Arzt etwas Zellmaterial zunächst mit einem Spatel vom Muttermund und anschließend mit einer kleinen Bürste aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen. Die gewonnenen Zellen werden in einem Labor von einem Spezialisten für Zell- und Gewebeuntersuchungen, einem
Pathologen, untersucht. Dabei wird beurteilt, ob die Zellen verändert sind und wenn ja, wie sehr sie sich von gesundem Gewebe unterscheiden. Weisen die untersuchten Zellen verdächtige Veränderungen auf, erfolgen je nach Grad der Veränderungen in bestimmten Abständen Kontrolluntersuchungen oder es wird eine weiterführende Diagnostik notwendig.
Die Kolposkopie ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem der Gebärmutterhals nach Betupfen mit Essig- und Jodlösung durch ein Mikroskop betrachtet wird. Dabei können bestimmte Oberflächenveränderungen als gutartig oder verdächtig erkannt werden.
Ein kleines Gewebestück wird mit einem speziellen Instrument aus dem verdächtigen Bezirk entnommen. Dieses Gewebe wird fixiert und mikroskopisch untersucht.

Bei diesem Eingriff wird ein kegelförmiges Gewebestück aus Muttermund und Gebärmutterhals herausgeschnitten, das die verdächtigen Schleimhautbezirke und möglichst einen Rand gesunde Gewebes umfasst. Der Eingriff dauert im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Minuten. Er wird in Narkose durchgeführt und kann mit einem Skalpell (Messerkonisation), einer elektrischen Hochfrequenzschlinge (Loop-Exzision) oder mit CO2-Laserstrahlen erfolgen. Bei Krebsvorstufen sowie bei sehr kleinen Karzinomen und Kinderwunsch kann die Konisation als therapeutische Maßnahme eingesetzt werden.

Eine Ausschabung der Gebärmutter dient zur Beurteilung von Zellveränderungen im Gebärmutterkörper und Gebärmutterhalskanal.
Der Eingriff wird in einer kurzen Narkose durchgeführt und dauert ungefähr fünf bis zehn Minuten. Mit einem löffelartigen Instrument wird normalerweise zunächst vom Gebärmutterhals und anschließend von der Gebärmutterhöhle Gewebe entnommen. Das Gewebe wird getrennt auf Veränderungen untersucht.

Mit einer Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) kann die Gebärmutterhöhle genauer betrachtet werden. Dazu wird eine Kamera in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Die Hysteroskopie erfolgt meist im Rahmen einer Ausschabung.

Mit einer Ultraschalluntersuchung über die Scheide (Vaginalsonographie) lassen sich die inneren Genitalorgane gut beurteilen. Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder der Eierstöcke müssen jedoch nicht zwangsläufig bösartig sein. Je nach Alter der Patientin, Dauer des Bestehens einer Veränderung und bestimmten sonographischen Kriterien sollte eine weitere Abklärung erfolgen. Andere Organe im Bauchraum wie die Nieren oder die Leber lassen sich besser durch eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke (Abdominalsonographie) beurteilen. Dadurch können beispielsweise Tochtergeschwülste in der Leber oder ein Nierenstau durch Druck eines Tumors auf die Harnleiter erkannt werden. Ein großer Vorteil der Sonographie ist die fehlende Strahlenbelastung.

Normale Röntgenaufnahmen werden beispielsweise zur Beurteilung der Lunge und des Herzens im Hinblick auf die Narkosefähigkeit einer Patientin angefertigt. Des Weiteren kann die Lunge auf Tochtergeschwülste eines Karzinoms untersucht werden. Auch eine Abflussbehinderung der Harnwege durch Tumorgewebe kann mit einer Röntgenuntersuchung gut erkannt werden, wenn der Ultraschall kein eindeutiges Ergebnis erbracht hat. Um auf diesen Röntgenaufnahmen Niere und Harnleiter vom umliegenden Gewebe unterscheiden zu können, ist allerdings ein Kontrastmittel notwendig.

Ebenfalls mit Röntgenstrahlen arbeitet die Computertomographie, die u.a. die Beurteilung der Brust- und Bauchorgane ermöglicht. Sie gibt Aufschlüsse über die Größe eines Tumors und die Ausdehnung auf Nachbarorgane. Auch vergrößerte Lymphknoten können gut erkannt werden. Bei der Untersuchung tasten Röntgenstrahlen den Körper kreisförmig ab. Daraus werden viele Schnittbilder errechnet.

Auch bei der Kernspintomographie werden Schnittbilder des Körpers generiert. Dies geschieht jedoch nicht mit Hilfe von Röntgenstrahlen sondern durch ein Magnetfeld und Radiowellen. Die Kernspintomographie eignet sich ebenfalls gut, um die Lage und Ausdehnung des Tumors in Bezug zu den angrenzenden Strukturen darzustellen und zu beurteilen. Ein Vorteil der MRT ist, dass es zu keiner Strahlenbelastung kommt. Für Menschen mit einem Herzschrittmacher oder Metallimplantaten ist diese Methode allerdings nicht geeignet.

Um einen Durchbruch des Tumors in die Blase oder den Enddarm auszuschließen, kann eine Spiegelung dieser Organe notwendig sein. Bei der Blasenspiegelung (Zystoskopie) wird eine spezielle Optik, das Zystoskop, in die Blase eingeführt. Bei der Mastdarmspiegelung (Rektoskopie) wird der etwa 12 bis 15 Zentimeter lange Abschnitt des Enddarms untersucht. Bei beiden Untersuchungen lassen sich Gewebeproben aus verdächtig aussehenden Abschnitten der Blasen- oder Darmschleimhaut entnehmen, um zu beurteilen, ob der Tumor bereits in Blase oder Enddarm eingewachsen ist.

Für die Beurteilung der Tumorausbreitung (Staging), kann es in bestimmten Fällen notwendig werden, eine Bauchspiegelung durchzuführen. Mit Hilfe eines Endoskops ist es möglich über kleine Bauchschnitte in die Bauchhöhle zu sehen und verdächtige Lymphknoten zu entnehmen, die anschließend feingeweblich untersucht und beurteilt werden.

Die Szintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, das mit radioaktiv markierten Substanzen arbeitet. Sogenannte Radionuklide werden in die Blutbahn injiziert und reichern sich – je nach Stoffwechselaktivität – in Geweben an. Mit bestimmten Geräten kann diese Anreicherung, die besonders in Tumoren ausgeprägt ist, sichtbar gemacht werden.

Vor einer Operation werden Routinelaboruntersuchungen durchgeführt, die Aufschluss geben über die Funktionsfähigkeit bestimmter Organe. Dies ist wichtig, um Risiken für eine Operation zu erkennen. Daneben werden in einigen Fällen sogenannte Tumormarker bestimmt. Dies sind Stoffe, die von den Tumorzellen gebildet werden. Gelegentlich können Tumormarker aber auch bei gutartigen oder entzündlichen Veränderungen im Blut erhöht sein. Umgekehrt muss bei einer Krebserkrankung nicht zwangsläufig der Tumormarker erhöht sein. Deshalb kann uns ein Tumormarker lediglich zusätzliche Hinweise auf ein Tumorgeschehen geben, es aber nicht sicher beweisen oder ausschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Wenn alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt sind, werden wir ausführlich mit Ihnen besprechen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen, wie gut die Heilungschancen in Ihrem speziellen Fall sind und welcher Therapieplan für Sie am sinnvollsten ist. Grundsätzlich stehen eine Operation, die Strahlenbehandlung, Chemo- oder Hormontherapie sowie eine Kombination aus mehreren dieser Möglichkeiten zur Verfügung.

Voraussetzung für jede Operation ist die Abwägung des Nutzens gegen das Risiko; dabei wird der Nutzen in der Regel vorrangig durch das Tumorstadium bestimmt. Eine Operation ist also meist dann sinnvoll, wenn voraussichtlich alles Tumorgewebe vollständig und mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand entfernt werden kann. Welche Operationen bei den jeweiligen Erkrankungen durchgeführt werden, ist unter der Rubrik „Krankheitsbild Krebs“ genauer beschrieben.

Häufig wird eine Chemotherapie im Anschluss an die Operation durchgeführt, kann jedoch auch ohne OP beispielsweise in Verbindung mit einer Strahlentherapie erfolgen. Ziel einer Chemotherapie ist es, im Körper verbliebene Tumorzellen abzutöten. Hierzu werden bestimmte Medikamente meist über eine Vene verabreicht. Diese Medikamente (Zytostatika) greifen im allgemeinen in den Zellteilungsmechanismus ein und wirken durch ihre Verteilung im Blutkreislauf im gesamten Körper (systemische Therapie). Die Substanzen können einzeln oder als Kombination gegeben werden. Welche Art der Chemotherapie in Ihrem Fall die beste ist, entscheiden wir in den Tumorkonferenzen gemeinsam mit unserem kooperierenden Onkologen.

Die Therapie kann normalerweise ambulant durchgeführt werden. Die einzelnen Therapiesitzungen werden als Zyklen bezeichnet. Oft werden insgesamt sechs Zyklen im Abstand von jeweils drei Wochen durchgeführt. Hierzu wird jeweils ein venöser Zugang gelegt. Sollte es bei Ihnen schwierig sein, Venen zu finden, kann auch ein so genannter Portkatheter eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine Kammer mit einer Silikonmembran, die in örtlicher Betäubung unter die Haut gelegt wird und Anschluss an eine größere Körpervene hat. Die Silikonmembran kann dann problemlos viele Male angestochen werden.

Während eines Zyklus werden sowohl die gegen Tumorzellen wirksamen Zytostatika als auch verschiedene Begleitmedikamente verabreicht. Diese Begleitmedikamente sollen bereits im Vorfeld das Auftreten von Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen verhindern. Zwischen den Therapiezyklen sollten regelmäßige Blutkontrollen erfolgen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können. Welche Nebenwirkungen im einzelnen auftreten können, was Sie selbst dagegen tun können und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie unter der Rubrik „Hilfe bei Beschwerden“. Außerdem wird vor Beginn einer geplanten Chemotherapie ein ausführliches Aufklärungsgespräch erfolgen.

Eine weitere wichtige Behandlung ist die Strahlentherapie. Sie wirkt lokal im Bereich der tumorbefallenen Organe. Energiereiche Strahlen können Tumorzellen so stark schädigen, dass sie absterben. Heute lässt sich die Strahlung mit neuen Geräten sehr zielgenau auf eine Krebsgeschwulst bündeln; gravierende Nebenwirkungen sind dadurch selten geworden.

Je nach Tumorart und -ausdehnung kann eine Strahlentherpie nach einer Operation oder aber ohne eine solche eingesetzt werden. In bestimmten Fällen wird die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert (Radio-Chemotherapie), um bessere Heilungserfolge zu erreichen. Eine Bestrahlung des befallenen Gebietes von außen über die Haut wird als perkutane Bestrahlung bezeichnet. Die Strahlenquelle kann aber auch über eine Hülse für kurze Zeit in die Scheide bzw. Gebärmutter eingelegt werden (Afterloading-Verfahren). Häufig werden diese Verfahren miteinander kombiniert.

Vor der eigentlichen Bestrahlung wird der behandelnde Arzt ein Aufklärungsgespräch über den Ablauf und die zu erwartenden Nebenwirkungen mit Ihnen führen. Anschließend wird die Bestrahlung meist mit Hilfe einer Computertomographie genau geplant. Dies erfordert Zeit und Geduld, ist jedoch äußerst wichtig, damit nicht betroffenes Gewebe maximal geschont werden kann. Die erforderliche Gesamtstrahlendosis wird dabei in viele kleine Einzelportionen aufgeteilt (Fraktionierung). Auch dies schont das umliegende Gewebe. Die eigentlichen Bestrahlungseinheiten dauern dann meist nur wenige Minuten und finden üblicherweise täglich von Montag bis Freitag statt. In vielen Fällen kann auch eine Strahlentherapie ambulant durchgeführt werden.

In der Rubrik „Hilfe bei Beschwerden“ sind wichtige Nebenwirkungen einer Strahlentherapie beschrieben. Sie erhalten Tipps zur Vermeidung und Therapie dieser Begleiterscheinungen.

Bestimmte Tumore können „Andockstellen“ (Rezeptoren) für Hormone besitzen und daher einer Hormontherapie zugänglich sein. Dabei werden (Anti-) Hormone eingesetzt, um die Tumorzellen am Wachstum zu hindern. Vor allem für Patientinnen nach den Wechseljahren ist die Hormontherapie verhältnismäßig arm an Nebenwirkungen.

Die wachsende Kenntnis über die Rolle des Immunsystems bei Krebs hat zu neuen Behandlungsmethoden geführt. Therapieformen, die das Immunsystem beeinflussen, bezeichnet man als Immuntherapie. Dabei werden körpereigene Immunzellen gegen Tumorzellen aktiviert, um diese abzutöten. Die so genannten Antikörper können Tumorzellen, die veränderte Merkmale tragen, von gesunden Körperzellen unterscheiden.

Die Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen haben sich im Vergleich zu früheren Jahrzehnten deutlich verbessert. Dennoch wird weiterhin an neuen Therapieoptionen geforscht mit dem Ziel, die Heilungschancen weiter zu erhöhen und Nebenwirkungen zu reduzieren.

Bis eine neue oder veränderte Therapiemethode als Standard eingesetzt werden darf, muss sie sich in zahlreichen Untersuchungen bewähren. Dies ist in vielen Fällen ein jahrelanger Prozess. Eine klinische Prüfung, also der Einsatz am Menschen, darf erst erfolgen, wenn der vorklinische Einsatz gute Ergebnisse erbracht hat.

Klinische Studien werden nach internationalen Qualitätsstandards geplant. Meist wird eine bewährte Methode mit der neuen erfolgversprechenderen verglichen. Bevor eine klinische Studie durchgeführt werden darf, muss eine unabhängige Ethikkommission darüber entscheiden. Die Durchführung erfolgt dann durch erfahrenes, speziell qualifiziertes Personal.

Mit der Teilnahme an einer klinischen Studie können Sie dazu beitragen, neue, wirksamere Therapien zu entwickeln und bewährte Behandlungen zu verbessern.

Folgende Vorteile ergeben sich für Sie:

  • Sie gehören unter Umständen zu den ersten Patientinnen, die von einer besseren Therapie profitieren.
  • Sie werden intensiver betreut und engmaschiger überwacht. Beschwerden oder ein eventuelles Wiederauftreten der Erkrankung können damit schneller erkannt und behandelt werden. Wir bieten als gynäkologisches Krebszentrum mehrere klinische Studien an. Kommt für Sie eine Studienteilnahme in Frage, so werden wir Sie ausführlich über die jeweilige Studie informieren. Sie müssen sich jedoch keineswegs zu einer Teilnahme verpflichtet fühlen. Nehmen Sie sich für Ihre Entscheidung ruhig etwas Bedenkzeit.

Auch wenn alle Therapien einer Krebserkrankung bereits abgeschlossen sind, ist es wichtig zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen zu Ihrem behandelnden Frauenarzt zu gehen. Hier werden Sie weiter betreut, z.B. wenn noch therapiebedingte Beschwerden bestehen. Ganz besonders wichtig ist aber auch, einen möglichen Rückfall (Rezidiv) der Erkrankung frühzeitig in einem gut behandelbaren Stadium zu erkennen.

Im Folgenden erhalten Sie eine kurze Übersicht über die empfohlenen Kontrolluntersuchungen:

Eierstockkrebs

  1. Anamnese, körperliche Untersuchung, gyn. Untersuchung mit Ultraschall (Frauenarzt/Hausarzt):
    1. – 3. Jahr: vierteljährlich 4. – 5. Jahr: halbjährlich nach dem 5. Jahr: jährlich
  2. Mammographie:
    jährlich
  3. andere technische Untersuchungen (einschließlich Tumormarker):
    nur bei klinisch auffälligen Befunden

Gebärmutterschleimhautkrebs
Gebärmutterhalskrebs
Krebserkrankungen der Scheide
Krebserkrankungen des äußeren Genitals

  1. Anamnese, körperliche Untersuchung, gyn. Untersuchung mit Ultraschall (Frauenarzt/Hausarzt):
    1. – 3. Jahr: vierteljährlich 4. – 5. Jahr: halbjährlich
  2. nach dem 5. Jahr jährlich
  3. andere technische Untersuchungen (einschließlich Tumormarker, Probeentnahmen):
    nur bei klinisch auffälligen Befunden

Externe Kooperationspartner

Sanitätshaus Feix2021-05-28T14:00:21+02:00
Joachim Feix Pflegstraße 8 86609 Donauwörth Tel. 0906 705098-0 www.sanitaetshaus-feix.de
Praxis für Nuklearmedizin2021-05-31T11:33:29+02:00

Dr. med. Tscherne
Neudegger Allee 6,
86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999470
www.tscherne.de

Pathologie Ingolstadt2021-05-28T11:01:54+02:00

Dr. med. Popp
Prof. Dr. med. Adam
Prof. Dr. med. Geißinger
Levelingstr. 21,
85049 Ingolstadt
Tel. 0841 8855540

Onkologisches Zentrum2021-06-28T12:23:22+02:00

Prof. (SHB) Dr. med. Dirk Hempel
Internisten-Hämatologie-int. Onkologie

Neudegger Allee 10, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999390
www.onkologiezentrum.com

Strahlentherapie Augsburg2021-06-28T12:24:53+02:00

Medizinisches Versorgungszentrum
MEINE STRAHLENTHERAPIE AUGSBURG
Dres. med. Hombrink, Reiter & Gilg

Hirblinger Str. 79a,
86154 Augsburg
Tel. 0821 448110
www.strahlentherapie-augsburg.de

MGZ – Medizinisch Genetisches Zentrum2021-06-28T12:26:03+02:00

Prof. Dr. med. Dipl. chem. Elke Holinski-Feder
PD Dr. med. Angela Abicht
Dr. med. Teresa Neuhann
Fachärztinnen für Humangenetik, MVZ

Bayerstr. 3-5, Eing. Schlosserstr. 6,
80335 München
Tel. 089 3090886-0
www.mgz-muenchen.de

Psychoonkologische Betreuung2021-06-28T12:28:16+02:00

Diplom-Psychologin Simone Breuer
Nähermemminger Weg 4,
86720 Nördlingen
Tel. 09081 272292-0

Radiologicum2021-05-28T11:09:10+02:00

Radiologicum PartGmbB
Gemeinschaftspraxis Dres. med. Dikopoulos, Müller und Pachmayr 

Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 2999300
www.radiologicum.info

Weitere Ansprechpartner finden Sie im Bereich Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen

Interne Kooperationspartner

Anästhesie und Intensivmedizin
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Abteilung Anästhesie/Intensivmedizin

Labor
Frau Anni Leberle
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 782-0

Physikalische Therapie
Frau Katharina Buna
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth
Tel. 0906 782-0

Palliativmedizin
Stiftungskrankenhaus Nördlingen
Stoffelsberg 4, 86720 Nördlingen
Palliativstation 

Sozialdienst
Donau-Ries Klinik Donauwörth
Neudegger Allee 6, 86609 Donauwörth

Schmerztherapie
Stiftungskrankenhaus Nördlingen
Stoffelsberg 4, 86720 Nördlingen
Schmerztagesklinik 

Studien

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die im gynäkologischen Krebszentrum angebotenen Studien (Stand: 15.05.2018):

Die C-Patrol ist eine nicht-interventionelle Studie. Das Ziel ist die Erfassung von klinischen Therapiedaten und Lebensqualitäten von Patientinnen mit platinsensitivem , BRCA-mutierten Ovarialkarzinomrezidiv unter Olaparibtherapie.

Bei dieser multizentrischen, prospektiven randomisierten kontrollierten Studie soll der Einfluss einer systematischen Lymphknotenentfernung an den Becken- und Bauchgefäßen auf das Gesamtüberleben bei einer  Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut Stadium I und II mit hohem Rezidivrisiko überprüft werden.

Die REGSA ist eine prospektive Register- Studie zur Erfassung der Behandlungspraxis von gynäkologischen Sarkomen in der klinischen Routine.

Die YONSAR ist eine nichtinterventionelle Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Trabectedin (Yondelis®) bei Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom
Vergleich der Lebensqualität bei Patientinnen mit platinsensitivem rezidivierten Ovarial-, Eileiter- und Bauchfellkarzinom bei der Behandlung mit Trabectedin/PLD oder einer platinbasierten Standardtherapie.

Weitere Zentren