Wirbelsäulenzentrum Donauwörth

Liebe Patientinnen und Patienten,

Aufgrund der rasanten Wissensentwicklung in der Medizin mit immer besseren und komplexeren Behandlungsoptionen, ist eine Spezialisierung in den einzelnen Bereichen unabdingbar. Damit den Patienten die bestmögliche Behandlung auf der Basis des aktuellen Wissenstandes ermöglicht wird, wurde unter dem Dach der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie das Wirbelsäulenzentrum Donauwörth gegründet. Im Zentrum werden alle Fachbereiche unter der Leitung von Herrn Dr. med. Andreas Reinke, die an der Behandlung der Wirbelsäule beteiligt sind (Neurochirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie) vereinigt. Durch den stetigen Austausch in den regelmäßigen Konferenzen aller Fachbereiche ist eine umfassende Patientenversorgung auf höchstem Niveau möglich.
Auch über die Klinikgrenzen hinaus ist durch Kooperationen mit Kliniken, Rehakliniken, einem Querschnittszentrum und weiteren Abteilungen das diagnostische Gesamtportfolio gewährleistet. Zudem werden im Zentrum hohe Qualitätsstandards durch interdisziplinäre Tumorkonferenzen und ein Komplikationsmanagement sichergestellt und regelhaft überprüft.

Nach der Gründung des Wirbelsäulenzentrums Anfang 2017 konnte bereits im Januar 2018 die Zertifizierung zum Wirbelsäulenzentrum – Level II der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) erfolgreich abgeschlossen werden.

Ihr
Leiter des Wirbelsäulenzentrums Dr. Andreas Reinke

Dr. Andreas Reinke

Ihre Ärzte

Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie
Facharzt für Orthopädie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Chirotherapie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Kinderorthopädie
Leitender Oberarzt / Leiter Wirbelsäulenzentrum Donauwörth / Leiter Sektion Neurochirurgie
Facharzt für Neurochirurgie / Master-Zertifikat der DWG (Deutsche Wirbelsäulengesellschaft)
Leitender Oberarzt Wirbelsäulentherapie / stellvertr. Leiter Wirbelsäulenzentrum
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Sportmediziner und Chirotherapeut, ATLS®-Provider, Master-Zertifikat DWG (Deutsche Wirbelsäulengesellschaft)
Oberarzt / stellvertr. Leiter Sektion Neurochirurgie / Koordinator Wirbelsäulenzentrum
Facharzt für Neurochirurgie, Master-Zertifikat der DWG

Kontakt und Sprechzeiten

Wirbelsäulenzentrum Donauwörth
Telefon0906 782-10101
Telefax0906 782-10199
Ambulanz0906 782 -13406
E-Mailwirbelsaeulenzentrum@donkliniken.de
SprechzeitenKoordination Wirbelsäulenzentrum
Frau Birgit Brauburger

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit uns unter der Telefonnummer: 0906-782-10101

Leistungsspektrum

Unter dem Dach der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie wurde das Wirbelsäulenzentrum Donauwörth gegründet. Um die bestmögliche Versorgung für Patienten mit Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule zu gewährleisten, wurden im Wirbelsäulenzentrum unter der Leitung von Dr. A. Reinke alle drei Fachbereiche die an der Behandlung der Wirbelsäule beteiligt sind (Orthopädie, Neurochirurgie und Unfallchirurgie), vereinigt. Durch den stetigen Austausch in den regelmäßigen Konferenzen aller Fachbereiche ist eine vollumfassende Versorgung auf höchsten Niveau der Patienten möglich.


Das Wirbelsäulenzentrum wurde Anfang 2017 gegründet und durch die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) zum Level II-Wirbelsäulenzentrum der DWG zertifiziert. Zudem wurde das Zentrum als Zweitmeinungs-Klinik der DWG ausgewiesen.

Zudem wurde das Zentrum 2019 als Zweitmeinung-Klinik der DWG ausgewiesen und seit 2020 konnte mit Hr. Prof. M. Kraus ein weiterer ausgewiesener Wirbelsäulenexperte für das ins Wirbelsäulenzentrum gewonnen werden.

Stationen

  • 83 stationäre Betten in der Klinik Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie
  • 14 Betten auf der interdisziplinären Intensivstation

Ambulanz

  • Privatsprechstunde
  • Kassensprechstunde
  • Zweitmeinungssprechstunde
  • Notfallambulanz

Patientenversorgung

  • Dienst 24/7 eines Wirbelsäulenchirurgen
  • Sämtliche Diagnostik im Hause verfügbar
    (Röntgen, CT, MRT, Szintigraphie, Durchleuchtung)
  • Zwei Operationssäle mit 3D Bildgebung
  • Ein Eingriffsraum für Interventionen

Unsere Behandlungen

  • Minimalinvasive Operation bei Bandscheibenvorfällen und Stenosen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Bewegungserhaltende Operationen mit Implantation künstlicher Bandscheiben (Bandscheiben-Prothetik) der Hals- und Lendenwirbelsäule
  • 360 Grad-Fusionen bei degenerativen, traumatischen, infektiösen und tumorösen Erkrankungen
  • Perkutane, minimalinvasive Implantation von dorsalen Stabilisierungssystemen
  • Alle OP-Verfahren bei Bedarf unter Neuromonitoring
  • Korrekturspondylodesen bei Deformitäten/Skoliosen und Wirbelgleiten (Spondylolisthesen)
  • Stabilisierende Verfahren am kraniozervikalen Übergang (Übergang Kopf-Hals)
  • Kyphoplastien, Vertebroplastien bei Kompressionsfrakturen aufgrund Osteoporose und Tumoren
  • Mikrochirurgische Resektion von intraspinalen und intraduralen Tumoren unter funktionellem Monitoring
  • Nichtoperative Verfahren / Schmerztherapien (z.B. Facetteninfiltrationen und Denervierungen und andere moderne perkutane Verfahren)
  • Endoskopische Operationen bei Bandscheibenvorfällen und Stenosen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Komplexe Revisionsoperationen bei schon vorausgegangenen Operationen
  • Zweitmeinungsklinik der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG)

Leistungsspektrum

  • Komplettes Spektrum der konservativen und operativen Behandlung der Wirbelsäulenkrankheiten und Verletzungen inklusive moderner minimalinvasiver und mikrochirurgischer Verfahren
  • Ventrale und dorsale Operationen an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule
  • Mikrochirurgische Behandlung von Bandscheibenvorfällen in Schlüssellochtechnik
  • Spinalkanaleinengungen, spinale Stenosenchirurgie
  • Korrekturspondylodesen bei Deformitäten und Wirbelgleiten
  • Künstliche Bandscheiben (Bandscheibenendoprothetik)
  • Perkutane minimalinvasive Stabilisierungen bei Kompressionsfrakturen – Kypho- und Vertebroplastie, auch bei Tumormetastasen
  • Facettendenervierungen und andere moderne perkutane Verfahren

Krankheitsbilder der Wirbelsäule

Verschleißbedingt kommt es hierbei zur Verlagerung von Bandscheibengewebe in Richtung Rückenmarkskanal oder Nervenwurzel. Der Druck auf Nervenwurzeln kann zu Schmerzen, Gefühlsstörungen und/oder zu Lähmungserscheinungen führen.

Durch zunehmenden Verschleiß kommt es zu Strukturänderung und Flüssigkeitsverlust, letztlich zum Höhenverlust der Bandscheibe. Dadurch erfahren die kleinen Wirbelgelenke eine Mehrbelastung und schließlich eine Abnutzung (Arthrose). Diese kann erhebliche Rückenbeschwerden bereiten und ist dann behandlungsbedürftig.

Im Rahmen des Alterungsprozesses der Wirbelsäule (Bandscheibenvorwölbung, knöcherne Anbauten, Verdickung von Bändern) kann der Wirbelkanal v.a. im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule eine sanduhrförmige Einengung entwickeln mit einer hierdurch verursachten Bedrängung des im Wirbelkanal liegenden Rückenmarkes bzw. der darin verlaufenden Nervenwurzeln. Neben Schmerzen und einer Schaufensterkrankheit mit teils deutlich eingeschränkter Gehstrecke können Gefühlsstörungen und Lähmungen auftreten.

Anlage- oder verschleißbedingt führt ein zunehmendes Wirbelgleiten zu einer Wirbelkanaleinengung mit Nervenkompression und möglichen Ausfallserscheinungen. Betroffen ist vornehmlich die untere Lendenwirbelsäule. Die Instabilität nimmt regelhaft mit progredientem Verschleiß zu und sollte rechtzeitig therapeutisch angegangen werden.

Eine Skoliose ist eine dreidimensionale Veränderung mit einer Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation der Wirbel und einer Verformung der Wirbelkörper (Torsion). Durch die Verdrehung entsteht eine Deformierung auch des Brustkorbes mit einem Rippenbuckel. Unter einer Kyphose versteht man die Ausbildung eines Rundrücken, der bei Zunahme zu Schmerzen, Atemstörungen bis hin zu neurologischen Beeinträchtigungen führen kann. Skoliosen und Kyphosen sind im Wachstumsalter beobachtungswürdig und können im Wachstumsschub vergleichsweise rapide im Ausmaß zunehmen. Mögliche Therapieformen umfassen ambulante oder stationäre spezielle Krankengymnastik, Atemtherapie, Korsettbehandlung oder eine korrigierende Operation.

Hierbei handelt es sich um eine meist bakterielle Entzündung der Bandscheibe mit den beiden angrenzenden Wirbelkörpern. Die Symptomatik ist unspezifisch mit Fieber, Nachtschweiß, Schmerzen oder Gewichtsabnahme. Es sollte ein Keimnachweis mit anschließender antimikrobieller Therapie unter Kontrolle der Befunde angestrebt werden. Im Einzelfall kann eine Operation notwendig werden.

Grundsätzlich wird zwischen gut- und bösartigen Tumoren unterschieden. Gutartige Tumore wachsen meist langsam und bilden in der Regel keine Absiedelungen aus. Die Symptome sind unspezifisch, oft handelt es sich um einen Zufallsbefund im Rahmen einer Untersuchung. Auch gutartige Tumore können jedoch raumfordernd wirken und Strukturen an der Wirbelsäule zerstören. In diesem Fall wird eine operative Entfernung und ggf. eine Stabilisierung angestrebt. Bösartige Tumore werden zunächst exakt klassifiziert, ehe im Rahmen einer sog. Tumorkonferenz die optimale Behandlungsstrategie entwickelt wird. Metastasen sind Tumorabsiedelungen von anderen Organen, auch hierbei wird die Therapie interdisziplinär erarbeitet.

Bei instabilen Brüchen sind operative stabilisierende Verfahren unumgänglich, bei stabilen Brüchen können konservative Therapiemöglichkeiten unter regelmäßiger Befundkontrolle ausgeschöpft werden. Insbesondere bei bestehender Osteoporose ist eine optimale medikamentöse Einstellung von großer Bedeutung.

Anhaltender oder wiederkehrender, chronischer unspezifischer Rückenschmerz erfordert in besonderem Maße eine interdisziplinäre Herangehensweise (sog. multimodale Schmerztherapie). Dabei werden unter anderem die medizinische Therapie, umfassende Information und Schulung des Patienten, körperliche Aktivierung, Verhaltens- und Ergotherapie miteinander kombiniert. Neben ärztlichen Schmerzspezialisten arbeiten bei der Behandlung auch psychologische Schmerztherapeuten, speziell geschulte Physiotherapeuten, das Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Kunst- oder Musiktherapeuten fachübergreifend zusammen, um chronische Schmerzen zu lindern bzw. die Lebensqualität der chronischen Schmerzpatienten zu steigern.

Kooperationspartner

Vertraglich gesicherte Kooperationen mit weiteren Kliniken:

  • Neurochirurgische Klinik und Wirbelsäulenzentrum, Klinikum rechts der Isar TU München
  • Neuroradiologie, Universitätsklinikum Augsburg
  • Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Augsburg
  • Querschnittzentrum, RKU Ulm
  • Gefäß- und Endovaskulärchirurgie, Kreiskliniken Günzburg-Krumbach
  • Reha Klinik Passauer Wolf, Bad Gögging
  • Strahlentherapie Augsburg, Gemeinschaftspraxis Dres. Gilg, Hombrik und Reiter
  • Pathologie, Prof. Dr. med. Adam, Dr. Popp
  • Onkologie, Prof. Dr. med. Hempel
  • Radiologicum Donauwörth
  • Nuklearmedizin Dr. med. Tscherne

Weitere Zentren