Endoprothetikzentrum Donauwörth

Liebe Patientinnen und Patienten,

in unserem EndoProthetikZentrum Donauwörth (EPZ) begleiten wir Sie bei der Behandlung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen Ihrer Gelenke, wenn die konservative und gelenkerhaltende Therapie an ihre Grenzen stößt. Unser besonderes Augenmerk liegt darauf, dass Sie bereits vom ersten Sprechstundenbesuch an durch spezialisierte Ärzte bestmöglich beraten und behandelt werden. Wir möchten, dass Sie sich in Ihrer Entscheidung wirklich sicher sind und stehen Ihnen auch gerne zur Einholung einer Zweitmeinung zur Verfügung. Sollten Sie sich zu einer Operation in unserer Klinik entscheiden, profitieren Sie von einer engen Verzahnung der Sie betreuenden Ärzte, des Pflegeteams und der Physiotherapeuten. Unser Sozialdienst kümmert sich, falls von Ihnen gewünscht unmittelbar nach dem Sprechstundenbesuch um einen Platz für die Anschlussheilbehandlung. Durch diese gute Abstimmung kann überwiegend eine Direktverlegung in die Reha- Klinik Ihrer Wahl erfolgen.

Ihr
Dr. med. Oliver Lembcke
Leiter EndoProthetikZentrum Donauwörth

Dr. Oliver Lembcke

Ihre Ärzte

Leitender Oberarzt Orthopädie / Leiter des EndoProthetikZentrums Donauwörth
Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Orthopädische Rheumatologie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie, Notfallmedizin

Kontakt und Sprechzeiten

Endoprothetikzentrum Donauwörth
Telefon0906 782-10101
Telefax0906 782-10199
Ambulanz0906 782 -13406
E-Mailsekretariat-ouz@donkliniken.de
SprechzeitenNach telefonischer Vereinbarung.

Was bedeutet EndoProthetikZentrum (EPZ)?

Nachdem in Deutschland ca. 400.000 Kunstgelenke jährlich implantiert werden, hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik entwickelt. Ziel dieser 2012 gestarteten Initiative ist es, die Qualität der Versorgung und die Sicherheit der Patienten während und nach einem endoprothetischen Eingriff zur Implantation eines künstlichen Gelenks zu gewährleisten, zu erhalten und zu verbessern. Rund 650 Einrichtungen in ganz Deutschland, die im Rahmen des externen Prüfverfahrens ein hohes Maß an Kompetenz, Spezialisierung und Erfahrung im Bereich der Endoprothetik nachweisen können, erhielten bisher die Zertifizierung zum EPZ oder zum EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax).

Was bedeutet das für mich?

Jede Operation wird von einem Hauptoperateur durchgeführt oder begleitet. Hauptoperateure müssen jährlich eine Mindestanzahl von 50 Endoprothetik-Operationen vorweisen können. Unsere Hauptoperateure (Dr. med. A. Klein, Prof. Dr. med. A.T. Wild und Dr. med. O. Lembcke) erfüllen aufgrund ihrer 3-jährigen Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Orthopädische Chirurgie“ sogar die Anforderungen, die nur ein Leiter eines EPZ erbringen muss. Unsere Zertifizierung bedeutet für Sie überprüfte Qualität und messbare Sicherheit. Die Zertifizierungsstelle überprüft jährlich, ob die aktuellen, wissenschaftlich belegbaren Vorgaben für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung beim Gelenkersatz eingehalten werden. Zusätzlich sorgt die mit der Zertifizierung verbundene Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) für Transparenz in Sachen Behandlungsqualität und liefert Langzeitergebnisse zu den verwendeten Implantattypen. Im Rahmen der jährlichen Überprüfungen müssen die Hauptoperateure die Teilnahme an speziellen Weiterbildungen belegen. So können Sie als Patient stets auf die Erfahrung und Weiterentwicklung unserer Operateure vertrauen.

Nach einer Operation mit einer Hüft-oder Knietotalendoprothese beträgt die Dauer des stationären Aufenthaltes in der Klinik zirka eine Woche. Darauf folgen entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen, die ambulant oder in einer Reha-Klinik durchgeführt werden.

Das künstliche Hüftgelenk (Hüftendoprothetik)

Eine Hüft-Totalendoprothese ist der Ersatz des erkrankten Hüftgelenkes durch ein künstliches Implantat.

Meist entsteht die Notwendigkeit zum Hüftgelenkersatz durch eine Arthrose des Hüftgelenkes, also dem Hüftgelenkverschleiß, aber auch beim Schenkelhalsbruch wird das Hüftgelenk ersetzt.

Eine Hüftendoprothese besteht aus der Hüftpfanne und dem Hüftschaft, die je nach Implantattyp aus Titan oder einer Metalllegierung gefertigt sind. Auf den Hüftschaft wird ein Kugelkopf aufgesetzt, der sich in einer in die metallene Hüftpfanne eingepassten Einlageschale („Inlay“) bewegt. Die Gelenkkomponenten, die direkten Kontakt miteinander haben werden „Gleitpaarung genannt“. Verschiedene Materialkombinationen sind hier möglich. In unserer Klinik verwenden wir in der Regel die bewährte Kombination eines Keramikkopfes, der gegen einen Pfanneneinsatz aus ultra-hochvernetztem Polyethylen läuft.

Das künstliche Kniegelenk (Knieendoprothetik)

Eine Knie-Totalendoprothese ist der Ersatz des erkrankten Kniegelenkes durch ein künstliches Implantat und ist eine funktionelle Nachbildung des Kniegelenkes. Sie ersetzt die abgenutzten Knorpeloberflächen durch eine Femur-Komponente am Oberschenkelknochen und eine Tibia-Komponente am Schienbein. Die in direktem Kontakt miteinander stehenden Gelenkflächen (Gleitpaarung) sind die Oberschenkel- und Unterschenkel-Komponente aus Metall und eine dazwischenliegende Gleitfläche aus Polyethylen.

Ist nur der innere Kniegelenkanteil von der Arthrose betroffen, kann auch ein Teilgelenkersatz (Monoschlitten) implantiert werden.

Was ist eine Hüft-TEP (Totalendoprothese)?

Die Bestandteile des natürlichen Hüftgelenks werden durch künstliche Materialien ersetzt. Daher spricht man auch von einer sog. Endoprothese (griech. endo =„innen“).

Aus was besteht eigentlich eine Hüft-TEP (Totalendoprothese)?

Die Hüft-TEP selbst besteht wie das natürliche Gelenk aus einem rundem Hüftkopf und aus einer schüsselförmigen Hüftpfanne. Der neue Hüftkopf (meist aus Keramik) sitzt auf einem Stiel, der im Oberschenkelhalsknochen befestigt wird (Hüftschaft). Dieser Stiel ist normalerweise aus Titan, genau so wie die Hüftpfanne. Diese wird dann entweder mit Polyethylen/Kunststoff oder Keramik ausgekleidet (Pfanneneinsatz).

Welche Materialien werden für ein künstliches Hüftgelenk (sog. Endoprothese) verwendet?

Die Werkstoffe müssen bei den Gleitpaaren einen möglichst geringen Abtrieb besitzen, um vorzeitige Abnutzungserscheinungen zu vermeiden.

In den meisten Fällen bestehen die Teile der Hüftprothese, die direkt mit dem Knochen in Kontakt treten aus einer Titanlegierung. Der Hüftkopf besteht in der Regel aus Keramik. Der Einsatz in der Pfanne besteht aus dem Kunststoff Polyethylen oder Keramik. In einigen Sonderfällen können auch andere Materialien verwendet werden.

Wie wird eine Hüftprothese im Knochen verankert?

Sowohl der Hüftschaft als auch die Hüftpfanne können mit oder ohne Zement sicher befestigt werden. Vorrangige Implantationsform ist die nicht zementierte Hüft-TEP.

Welche Art der Verankerung einer Hüftprothese ausgewählt wird, hängt dabei unter anderem von der Knochenqualität, der körperlichen Aktivität, dem Alter und dem Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten ab.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer möglichen Operation notwendig?

Dies ist am besten in unserer Sprechstunde zu klären. Eine Röntgenuntersuchung – sowie ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch ist dabei zwingend notwendig. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob Sie tatsächlich ein künstliches Hüftgelenk benötigen.

Wie wäre das Vorgehen im Falle einer Operation?

Eine Terminierung zu einer stationären Aufnahme würde noch in unserer Sprechstunde erfolgen. Mit Bekanntgabe des Operationstermins lässt sich bereits im Vorfeld durch unseren Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung organisieren.

Denn der Erfolg einer Hüftoperation und der weitere Heilungsprozesses hängen zu einem großen Teil von der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten selbst ab. Im Vorfeld einer Operation können Sie dies selbst verbessern, indem Sie z.B. auf Nikotin verzichten und ihr Körpergewicht reduzieren.

Patienten, die regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen müssen, sollten rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Bei einem Teil der Patienten muss man die Art des Medikamentes wechseln, bei einem weiteren Teil kann man diese Medikamente vorübergehend absetzen, um ein erhöhtes Blutungsrisiko während der Operation zu vermeiden.

Welches sind einige mögliche Komplikationen und/oder Risiken einer Operation?

 Hämatom/Blutung:

  • Trotz Verwendung von Drainagen kann sich ein Hämatom bilden. Patienten mit blutverdünnenden Medikamenten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit. Aber nur in absoluten Ausnahmefällen ist eine erneute Hüft-Operation notwendig.

Thrombose:

  • Während des stationären Aufenthaltes erhalten die Patienten ein Medikament zur Thromboseprophylaxe. Zusätzlich muss jeder Patient am Tag nach der Operation aufstehen und gehen. Trotz dieser Vorbeugungsmaßnahmen kann jedoch eine Venenthrombose auftreten.

Infektion:

  • Die Wahrscheinlichkeit liegt bei unter 1%.

Luxation:

  • Nach der Versorgung mit einem Hüftgelenkersatz kann es bei einem Sturz oder einer übermäßigen Bewegung zum Ausrenken (Luxation) des Gelenkes kommen.

Verkalkung:

  • In etwa 5% der Fälle treten Kalkeinlagerungen in der umliegenden Muskulatur auf. Daher wird in unserer Klinik ein Medikament nach der Operation für den gesamten stationären Aufenthalt zur Vermeidung eben dieser Verkalkungen gegeben.

Wie ist die Nachbehandlung und auf was muss man achten?

Wesentlicher Teil der Nachbehandlung ist die Krankengymnastik. Dabei geht es um eine Kräftigung der hüftumgreifenden Muskulatur, um die Wiederherstellung eines sicheren Gangbildes. Zusätzlich erfährt der Patient, auf welche Bewegungen er in Zukunft verzichten muß, um nicht ein Auskugeln des Gelenkes zu provozieren. Mit zunehmender Sicherheit geht es um die weitere Steigerung der Gehstrecke und der Ausdauer. Abhängig vom Trainingserfolg und den zuvor ausgeübten Sportarten kann im Rahmen der ersten Nachkontrolle besprochen werden, wann und mit welcher Intensität der Sport wieder ausgeübt werden kann.

Sind im weiteren Verlauf regelmäßige Vorstellungen beim Orthopäden notwendig?

Es ist ratsam, sich nach der Hüft-Operation regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und Röntgenkontrollen zu unterziehen. Üblich sind Kontrolluntersuchungen z.B. 3 Monate; 1, 2 und 5 Jahre nach der Operation.

Was ist eine Knie-TEP (Totalendoprothese)?

Hierbei spricht man bei einem kompletten Oberflächenersatz – auch bikondyläre Schlittenprothese, Doppelschlitten oder Knietotalendoprothese bzw. Knie-TEP genannt. Falls die Arthrose nur eine Hälfte des Kniegelenkes betrifft, kann auch nur die betroffene Hälfte mit einem sog. Monoschlitten behandelt werden

Aus was besteht eigentlich eine Knie-TEP (Totalendoprothese)?

Auch hier handelt es sich wie beim Hüftgelenk um einen vollständigen Gelenkersatz. Es werden dabei alle defekten Gelenkanteile mit einem Oberflächenersatz überkront und so künstlich ersetzt. Dazu zählen die Gelenkflächen des Oberschenkelknochens, des Schienbeins und gelegentlich sogar der Rückseite der Kniescheibe.

Welche Materialien werden verwendet?

Es werden im allgemeinen spezielle Metalle und Kunststoffe (Polyethylen) verwendet. Die Metalle, die bei einer Knieprothese am meisten verwendet werden sind Kobalt-Chrom-Legierungen. Bei Patienten mit einer Metallallergie, zum Beispiel einer Nickelallergie, werden Sonderanfertigungen mit einer speziellen Beschichtung oder aus Titanlegierungen verwendet. Die Gleitkomponenten einer Knieprothese bestehen in der Regel aus Spezialkunststoffen wie etwa Polyethylen.

Wie wird eine Knieprothese im Knochen verankert?

Vorrangige Implantationsform ist die zementierte Knie-TEP. Welche Art der Verankerung einer Knieprothese ausgewählt wird, hängt dabei unter anderem von der Knochenqualität, der körperlichen Aktivität, dem Alter und dem Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten ab.

Welche Voruntersuchungen sind vor einer möglichen Operation notwendig?

Dies ist am besten in unserer Sprechstunde zu klären. Eine Röntgenuntersuchung – sowie ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch ist dabei zwingend notwendig. Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob Sie tatsächlich ein künstliches Kniegelenk benötigen.

Wie wäre das Vorgehen im Falle einer Operation?

Eine Terminierung zu einer stationären Aufnahme würde noch in unserer Sprechstunde erfolgen. Mit Bekanntgabe des Operationstermins lässt sich bereits im Vorfeld durch unseren Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung organisieren.

Denn der Erfolg einer Knieoperation und der weitere Heilungsprozesses hängen zu einem großen Teil von der Rehabilitationsfähigkeit des Patienten selbst ab. Im Vorfeld einer Operation können Sie dies selbst verbessern, indem Sie z.B. auf Nikotin verzichten und ihr Körpergewicht reduzieren.

Patienten, die regelmäßig blutgerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Marcumar, Pradaxa o.ä. einnehmen müssen, sollten rechtzeitig vor dem geplanten Operationstermin Kontakt mit ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Bei einem Teil der Patienten muss man die Art des Medikamentes wechseln, bei einem weiteren Teil kann man diese Medikamente vorübergehend absetzen, um ein erhöhtes Blutungsrisiko während der Operation zu vermeiden.

Welches sind einige mögliche Komplikationen und/oder Risiken einer Operation?

 Zu den allgemeinen Komplikationen gehören Schwellungen und Schmerzen. Durch die Gabe von Schmerzmedikamenten lassen sich diese aber im Rahmen des Krankenhausaufenthaltes gut einstellen. Um Thrombosen in den Beinen vorzubeugen, erfolgt die Mobilisation ab dem ersten Tag nach der Operation und die medikamentöse Thromboseprophylaxe.

Neben den allgemeinen Operationsrisiken können nach der Knie-Operation auch Komplikationen auftreten, die speziell das künstliche Kniegelenk betreffen. Dazu gehört u.a. eine überschießende Vernarbung der Kniegelenkkapsel, die zu einer Verschlechterung der Beweglichkeit führt.

Darüber hinaus ist es auch möglich, dass sich die Knieendoprothese aufgrund übermäßiger Belastung, Osteoporose oder einer Stoßeinwirkungen lockert.

Wie ist die Nachbehandlung und auf was muss man achten?

Die Mobilisation und Rehabilitation des künstlichen Kniegelenks beginnt am ersten Tag nach der Operation. Dies beginnt mit Bewegungsübungen und dem Aufstehen unter Anleitungen eines Physiotherapeuten. Es folgt eine Gehschule unter Verwendung eines Gehwagens. Je nach Erholung und Kraft der Muskulatur kann dann entweder auf freies Gehen oder Gehen mit Unterarmgehstützen gewechselt werden.

Nach dem etwa zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt beginnt die Anschlussheilbehandlung. Ziel der Anschlussheilbehandlung ist vor allem der Aufbau der Muskulatur und die Steigerung der Mobilität des Patienten. Eine ambulante Weiterführung der Anschlussheilbehandlung nach Abschluss der vierwöchigen Rehabilitationsmaßnahme in Form von Krankengymnastik ist ratsam.

Die Aufnahme sportlicher Aktivitäten sind etwa drei Monate nach der Operation möglich, genaueres kann im Rahmen der ersten Kontrolluntersuchung festgelegt werden. Allerdings sollten Sportarten mit häufigen Stoßbelastungen oder Belastungen mit abruptem Richtungswechsel vermieden werden.

Sind im weiteren Verlauf regelmäßige Vorstellungen beim Orthopäden notwendig?

Es ist ratsam, sich nach der Knie-Operation regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen und Röntgenkontrollen zu unterziehen, um etwaige Lockerungen oder Verschleißerscheinungen der Implantate frühzeitig zu erkennen. Üblich sind Kontrolluntersuchungen z.B. 3 Monate; 1, 2 und 5 Jahre nach der Operation.