Brustzentrum Donauwörth

Liebe Patientinnen!

Eine Krebserkrankung der Brust bedeutet für jede Frau eine erhebliche Veränderung ihrer Lebenssituation, die sowohl körperliche Aspekte durch die Operation als auch seelische, soziale und ökonomische Gesichtspunkte betrifft. Deshalb konzentriert sich das Brustzentrum Donauwörth immer auf den ganzen Menschen, der an einer Krankheit leidet, und nicht nur auf die Krankheit selbst.
Unser Ziel ist es, durch eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit einen für Sie persönlich optimalen Behandlungsweg zu erarbeiten. In gemeinsamen Fallbesprechungen vor und nach der Operation legt unser Ärzte- und Spezialistenteam die diagnostischen und therapeutischen Schritte nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Leitlinien für Sie fest.

Zu einer ganzheitlichen Behandlung zählt für uns aber auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern wie Krankengymnasten, Psychologen und Sozialarbeitern.
Wir möchten mit unserem Internetauftritt viele Ihrer Fragen zum Thema Krebs beantworten, damit Sie besser abschätzen können, was auf Sie zukommt. Selbstverständlich lässt sich mit gedruckten Informationen niemals ein persönliches Gespräch ersetzen!
Im Gegenteil: Aus den dargestellten Themen können sich weitere wichtige Fragen und Anliegen ergeben, die wir gerne mit Ihnen diskutieren. Sprechen Sie uns an!

Dr. med. Anne-Kathrin Geisler und
Ihr Team
des Brustzentrums Donauwörth

Ihre Ärzte

Dr. med. Anne-Kathrin Geisler
Oberärztin
Senior Mammaoperateur nach Onkozert
Oberärztin
Senior Mammaoperateur nach Onkozert

Kontakt und Sprechzeiten

Brustzentrum Donauwörth
Telefon0906 782-10301
Telefax0906 782-10398
E-Mailfrauenklinik@donkliniken.de
Internethttps://www.donkliniken.de
Sprechzeiten
Wir sind täglich telefonisch von 7:30 – 16:00 für Sie erreichbar

Termine für niedergelassene Kollegen und Kooperations­partner
Tumorkonferenz mittwochs 13:45 Uhr (Sofern Sie nicht regelmäßiger Teilnehmer der Tumorkonferenz sind, erkundigen Sie sich bitte im Vorfeld in unserem Sekretariat, ob der Termin planmäßig stattfindet.)

Logo Deutsche Krebsgesellschaft
Zertifiziertes Brustkrebszentrum

Was wir leisten

Diagnostische Verfahren

  • Mammographie
  • Brustultraschall
  • Kernspinuntersuchung der Brust
  • Stanzbiopsien/offene Biopsien

Sobald uns alle Befunde vorliegen, erhalten unsere Patientinnen eine ausführliche Beratung über das weitere Vorgehen.

Operative Behandlung einer Brust­krebs­erkrankung

  • Brusterhaltendende Operationen / Mastektomien
  • Wächterlymphknotenentnahme / komplette Lymphknoten-Entfernung aus der Achselhöhle
  • Sofortrekonstruktion mit Prothese und Netzeinlage
  • Reduktionsplastiken zur Angleichung der nicht betroffenen Brust
  • Mikrochirurgische Eigengewebsrekonstruktion (TRAM, DIEP) durch die Plastisch- und Handchirurgische Klinik Erlangen

Die operative Therapie erfolgt individuell abhängig von der Ausdehnung des Tumors und dem Wunsch der Patientin.

Weitere Angebote im Verlauf des statio­nären Aufent­haltes

  • Krankengymnastik
  • psychologische Betreuung
  • Informationen über Sozialleistungen
  • Interdisziplinäre Festlegung des weiteren Procederes
  • ausführliches Gespräch über die Therapieempfehlungen vor Entlassung
  • weiterführende Therapie in Zusammenarbeit mitden Kooperationspartnern (Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung)
  • Ihrem niedergelassenen Frauenarzt/-ärztin (Antihormontherapie)
  • Möglichkeit der Teilnahme an Studien
  • Vermittlung einer genetischen Beratung

Kompetenz und Menschlichkeit werden in der Frauenklinik Donauwörth großgeschrieben

Seit Juli 2014 haben wir an unserer Donau-Ries Klinik Donauwörth das Konzept einer ganzheitlichen Frauenklinik umgesetzt. Auf einer Station – der Station 1 – ist von nun an alles konzentriert: die Geburtshilfe, ebenso wie die ambulante und stationäre gynäkologische Behandlung.

Im Bereich der Gynäkologie bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum an Standardoperationen des Fachgebiets sowie der gynäkologischen Onkologie an.

Unsere Geburtshilfe wurde vollkommen neu gestaltet und heißt Sie in freundlicher, heller Atmosphäre und mit modernster medizin-technischer Ausstattung herzlich willkommen. Mit Rooming-In-Zimmern – jedes Zimmer hat eine eigene Wickelauflage -, zwei großzügigen Kreißsälen, einem Wehen- und einem Familienzimmer haben wir viel Raum für die Wünsche junger Familien.

Zur Frauenklinik Donauwörth

Untersuchungen

Diagnosen durch Untersuchungen sichern

Es werden eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt, um zu entscheiden, ob eine Veränderung in der Brust gut- oder bösartig ist bzw. um die Ausbreitung einer Krebserkrankung abschätzen (Staging) und die notwendigen Therapien genau festlegen zu können.

Die verschiedenen Untersuchungsverfahren und ihre Bedeutung stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Bei dieser Untersuchung werden Röntgenstrahlen durch die Brust geschickt. Abhängig von der Gewebebeschaffenheit werden die Röntgenstrahlen mehr oder weniger gut hindurchgelassen. Hierdurch entsteht ein Bild. Dieses Bild enthält Informationen über die Größe, Form und Lage eines Herdes. Daraus wiederum können Rückschlüsse auf die Gut- oder Bösartigkeit gezogen werden. Vor allem bei älteren Frauen mit wenig umgebenden Drüsengewebe können verdächtige Herde gut dargestellt werden. Die Strahlenbelastung einer Mammographie ist heute sehr gering.

Bei nicht tast- und sonographisch nicht sichtbaren Knoten kann vor der operativen Entfernung ein Draht als Markierung unter mammographischer Kontrolle zu dem Herd vorgeschoben werden.

Findet sich in der Mammographie ein auffälliger Herd oder ist die Mammographie nicht aussagekräftig, wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt. Bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe (häufig bei jungen Frauen) können Herde sonographisch z. T. besser beurteilt werden als mammographisch.

Ein Vorteil der Sonographie ist die fehlende Strahlenbelastung. Während der Untersuchung können Gewebeproben aus auffälligen Arealen entnommen werden (Stanzbiopsie) oder nicht tastbare Knoten vor der Operation mit einem Draht markiert werden.

Besteht der Verdacht, auf mehrere bösartige Herde in der Brust, auf einen Rückfall des Tumors (Rezidiv) oder ist eine familiäre Brustkrebsbelastung bekannt, kann die Kernspintomographie wichtige weitere Informationen geben.

Hier werden mit Hilfe von Magnetfeldern Schnittbilder der Brust generiert. Die MRT ist ein sehr empfindliches Verfahren; häufig werden aber auch gutartige Veränderungen als verdächtig dargestellt, was zu einer Verunsicherung der Patientin führen kann. Deshalb wird die MRT nur bei speziellen Fragestellungen und nicht als Standarduntersuchung eingesetzt.

Im Sinne unserer Patientinnen möchten wir unnötige Zweitoperationen und -narkosen vermeiden. Für die Planung einer Operation ist es deshalb wichtig zu wissen, ob es sich um einen gut- oder einen bösartigen Knoten handelt. Normalerweise führen wir hierfür eine Stanzbiopsie unter Ultraschallsicht durch. Nach einer örtlichen Betäubung wird eine Hohlnadel durch den Knoten „geschossen” und damit ein schmaler Gewebezylinder entfernt. Dieses Vorgehen wird mehrfach wiederholt, um genügend Gewebe zur Untersuchung zu gewinnen. Das Gewebe wird mikroskopisch beurteilt. Mit einem Befund kann nach ca. zwei Arbeitstagen gerechnet werden.

Befürchtungen, durch die Entnahme könnten Tumorzellen verschleppt werden und später Metastasen bilden, haben sich nach langjähriger Anwendung des Verfahrens nicht bestätigt.

Die Skelett-Szintigraphie ist ein weiteres bildgebendes Verfahren, das mit radioaktiv markierten Substanzen arbeitet. Sogenannte Radionuklide werden in die Blutbahn injiziert und reichern sich – je nach Stoffwechselaktivität – in Geweben an oder werden nicht gespeichert. Mit bestimmten Geräten kann diese Anreicherung, die besonders in Tumoren ausgeprägt ist, sichtbar gemacht werden.

Ebenfalls mit Röntgenstrahlen arbeitet die Computertomographie, die u.a. zur Metastasen-Suche innerhalb der Brust- und Bauchorgane verwendet wird. Bei der Untersuchung tasten Röntgenstrahlen den Körper kreisförmig ab. Daraus werden viele Schnittbilder errechnet.

Auch bei der Kernspintomographie werden Schnittbilder des Körpers generiert. Dies geschieht jedoch nicht mit Hilfe von Röntgenstrahlen sondern durch ein Magnetfeld und Radiowellen. Ein Vorteil der MRT ist, dass es zu keiner Strahlenbelastung kommt. Für Menschen mit einem Herzschrittmacher oder Metallimplantaten ist diese Methode allerdings nicht geeignet.

Auch die Kernspintomographie ist speziellen Fragestellungen vorbehalten und wird nicht regelmäßig im Rahmen des Stagings durchgeführt.

Vor einer Operation werden Routinelaboruntersuchungen durchgeführt, die Aufschluss geben über die Funktionsfähigkeit bestimmter Organe. Dies ist wichtig, um Risiken für eine Operation zu erkennen.

Daneben werden in einigen Fällen sogenannte Tumormarker bestimmt. Dies sind Stoffe, die von den Tumorzellen gebildet werden. Gelegentlich können Tumormarker aber auch bei gutartigen oder entzündlichen Veränderungen im Blut erhöht sein. Umgekehrt muss bei einer Krebserkrankung nicht zwangsläufig der Tumormarker erhöht sein. Deshalb kann uns ein Tumormarker lediglich zusätzliche Hinweise auf ein Tumorgeschehen geben, es jedoch nicht sicher beweisen oder ausschließen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und ihre Bedeutung stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor.

Bei den meisten Patientinnen ist eine brusterhaltende Operation möglich, bei der nur der Tumor mit einem Randsaum von gesundem Gewebe entfernt wird. Nach der Operation ist eine Nachbestrahlung der betroffenen Brust erforderlich, um einem Rückfall im erhaltenen Gewebe vorzubeugen. Voraussetzung für eine brusterhaltende Operation ist ein möglichst einzelner, örtlich begrenzt wachsender Tumor. Wenn der Tumor für eine brusterhaltende Operation zu groß ist, kann gegebenenfalls versucht werden, ihn mit einer vorgeschalteten Chemotherapie zu verkleinern. Die Schnittführung bei der brusterhaltenden Operation wählen wir so, dass für das Aussehen der Brust ein möglichst günstiges Ergebnis erzielt werden kann. Ziel des Eingriffs ist es, den Tumor komplett mit einem Sicherheitssaum zu entfernen und gleichzeitig soviel gesundes Gewebe wie möglich zu erhalten. Bei sehr kleinen Brüsten lässt sich allerdings nicht immer ein optimales Aussehen erhalten, weil im Vergleich zur Brustgröße eben doch viel Gewebe entfernt wird. Dann kommt auch bei brusterhaltender Operation eine Form des Brustaufbaus in Frage.

Nur bei wenigen Patientinnen muss eine Mastektomie erfolgen, also die Abnahme der Brust. Sie ist erforderlich, wenn an mehreren (weit voneinander entfernten) Stellen in der Brust Tumore wachsen, wenn es sich um ein entzündliches (inflammatorisches) Karzinom handelt, wenn mit der brusterhaltenden Operation keine vollständige Tumorentfernung gelang oder wenn eine Nachbestrahlung nicht möglich ist. Neben der Brustdrüse und der Haut wird auch die Hüllschicht des Brustmuskels (Faszie) entfernt. Der Muskel selbst kann in den meisten Fällen erhalten bleiben. Auf Wunsch der Patientin können schon während der Operation erste Maßnahmen für einen Wiederaufbau der Brust vorgenommen werden. Jede Patientin sollte sich bereits vor einer Mastektomie über die verschiedenen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion informieren und beraten lassen. Aber auch wenn die Behandlung abgeschlossen ist, ist ein Brustaufbau noch möglich.

Die Möglichkeiten des operativen Brustaufbaus reichen heute von der Einlage von Silikonprothesen bis hin zu verschiedenen Varianten der Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Welche Methode die beste ist, welcher Zeitpunkt sich für einen Wiederaufbau anbietet, richtet sich nach den Bedürfnissen der Frau und nach den medizinischen Möglichkeiten im individuellen Fall.

Sollte für Sie ein Wiederaufbau nicht in Frage kommen, können in Sanitätshäusern spezielle BH’s mit Brustprothesen angefertigt werden. Sie erhalten von uns in diesem Fall ein Rezept.

Hat sich bei der Tastuntersuchung, dem Ultraschall und mammographisch kein Hinweis auf eine Absiedlung des Tumors in den Lymphknoten der Achselhöhle ergeben, so kann während der Operation zunächst der Wächterlymphknoten entfernt werden.

Häufig wird eine Chemotherapie im Anschluss an die Operation durchgeführt, kann jedoch auch vor der OP als sogenannte neoadjuvante Therapie erfolgen. Ziel einer Chemotherapie ist es, im Körper verbliebene Tumorzellen abzutöten. Hierzu werden bestimmte Medikamente meist über eine Vene verabreicht. Diese Medikamente (Zytostatika) greifen im allgemeinen in den Zellteilungsmechanismus ein und wirken durch ihre Verteilung im Blutkreislauf im gesamten Körper (systemische Therapie). Die Substanzen können einzeln oder als Kombination gegeben werden. Welche Art der Chemotherapie in Ihrem Fall die beste ist, entscheiden wir in den Tumorkonferenzen gemeinsam mit unserem kooperierenden Onkologen.

Die Therapie kann normalerweise ambulant durchgeführt werden. Die einzelnen Therapiesitzungen werden als Zyklen bezeichnet. Oft werden insgesamt sechs Zyklen im Abstand von jeweils drei Wochen durchgeführt. Hierzu wird jeweils ein venöser Zugang gelegt. Sollte es bei Ihnen schwierig sein, Venen zu finden, kann auch ein so genannter Portkatheter eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine Kammer mit einer Silikonmembran, die in örtlicher Betäubung unter die Haut gelegt wird und Anschluss an eine größere Körpervene hat. Die Silikonmembran kann dann problemlos viele Male angestochen werden.

Während eines Zyklus werden sowohl die gegen Tumorzellen wirksamen Zytostatika als auch verschiedene Begleitmedikamente verabreicht. Diese Begleitmedikamente sollen bereits im Vorfeld das Auftreten von Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Erbrechen und allergische Reaktionen verhindern. Zwischen den Therapiezyklen sollten regelmäßige Blutkontrollen erfolgen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können.  Vor Beginn einer geplanten Chemotherapie erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch.

Eine weitere wichtige Behandlung ist die Strahlentherapie. Sie wirkt lokal im Bereich der tumorbefallenen Organe. Energiereiche Strahlen können Tumorzellen so stark schädigen, dass sie absterben. Heute lässt sich die Strahlung mit neuen Geräten sehr zielgenau auf eine Krebsgeschwulst bündeln; Nebenwirkungen sind dadurch selten geworden.

Vor der eigentlichen Bestrahlung wird der behandelnde Arzt ein Aufklärungsgespräch über den Ablauf und die zu erwartenden Nebenwirkungen mit Ihnen führen. Anschließend wird die Bestrahlung meist mit Hilfe einer Computertomographie genau geplant. Dies erfordert Zeit und Geduld, ist jedoch äußerst wichtig, damit nicht betroffenes Gewebe maximal geschont werden kann. Die erforderliche Gesamtstrahlendosis wird dabei in viele kleine Einzelportionen aufgeteilt (Fraktionieru